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Was hier so hübsch blüht ist blauer Lein, auch Flachs genannt. Die einjährige Schwester dieser Sommerblume wurde früher hierzulande überall angebaut: Es ist der Rohstoff für Leinen. Die Fasern des Leins sind unglaublich zäh. Um die Blumenstängel zu zerschneiden muss die Schere sehr scharf und kräftig sein. Nach dem Schnitt sind viele Arbeitsschritte nötig, um aus Lein Fasern zum Spinnen, Flechten, Seildrehen und Weben zu gewinnen.

Im Garten ist Lein einfach nur hübsch. Er blüht blau oder weiß und wenn man ihn nach der ersten Blüte kurz über dem Boden abschneidet, blüht er sechs Wochen später noch ein zweites Mal und sogar drittes Mal, wenn der Herbst lange genug frostfrei ist.



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