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In einer regenreichen Nacht putzten sich die riesigen Blätter der Herzlilien frisch heraus. Die letzten Regentropfen glänzen wie Glasperlen auf dem satten Grün.

Jetzt im Mai sind Funkien (Hosta, Herzlilien) noch makellos doch bekannter Weise gehören die fleischigen Blätter der wunderschönen Schattenpflanzen zu den sehr begehrten Speisen der Nacktschnecken. Als Gärtner muss man sich schon einiges einfallen lassen, um trotzdem sich den ganzen Sommer über schöne Funkien zu freuen.


Mein erster Tipp: Streuen Sie schon im zeitigen Frühling (März) zum ersten Mal Schneckenkorn im ganzen Garten aus. Wenn Sie wegen der Katzen und Hunde Bedenken haben, verwenden Sie biologisches Schneckenkorn von Neudorff. Es hilft zwar nicht ganz so gut wie klassisches Schneckenkorn, ist aber besser, als später Nachsicht zu haben. Selbst wenn Sie im März keinen Befall von Schnecken sehen: Die Viecher sind zwar klein aber gewiss schon da und kriechen hungrig aus ihren Winterquartieren. Sie stürzen sich auf alles Essbares, was sich ihnen jetzt in den Weg legt. Das kann ihr wunderschön aufgegangener Feldsalat sein – oder aber Schneckenkorn. Besser für den Gärtner ist Letzteres. Jede Schnecke, die Sie jetzt mit minimalem Aufwand erwischen, kann nicht für Nachwuchs sorgen und frisst auch nicht Ihre Gemüsepflanzen, Ihre Blumensämlinge und auch nicht Ihre frischen Hostablätter weg.

Später, wenn Mitte Mai die letzten Funkien im Beet aus der Erde spitzen, geben Sie besonders auf Sie acht. Bei Regen legen Sie regelmäßig Schneckenkorn UNTER den großen Blättern aus. Zusätzlich nutzen Sie abends bei feuchter Witterung einen Wurzelstecher um Schnecken schnell zu entzweien und gleichzeitig unter die Erde zu kriegen. Letzteres dient nicht der Optik, sondern soll verhindern, dass weitere Schnecken von außerhalb sich zum Leichenschmaus einfinden. Das Zerschneiden der Schnecken ist, wie ich meine, noch die „humanste“ Methode, sich dieser Plagegeister zu entledigen. Salz ist nicht gut für den Boden und quält die Tiere unnötig lange. Bierfallen sind eklig und locken ebenfalls Schnecken von anderswo an. Und die Viecher nur einzusammeln und zwei Meter weiter zu entsorgen, hat ja nun gar keinen Zweck.

Am besten ist jedoch dieser Tipp: Kaufen Sie Ihre Funkien ausschließlich bei ausgewiesenen Hosta-Züchtern oder sehr gut sortierten Staudengärtnereien und achten Sie dabei unbedingt auf den Hinweis „Schnecken-Resistent“. Es gibt nämlich zahlreiche Hosta-Züchtungen, die Schnecken nicht mögen. Und das ist in nassen Sommern enorm vier wert.

 


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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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