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Wer hätte gedacht, dass ein simples Stiefmütterchen so plakativ und zugleich mystisch wirken kann. Gelten sie doch bislang als eher konservative, fast schon langweilige Frühlingsblumen, die zu Hunderten als Lückenbüßer Schrebergärten und Balkonkästen bevölkern. Die Allgemeinheit irrt. Viola hat Qualitäten, die man erst bei genauem Hinsehen entdeckt. Bei diesem Exemplar beeindruckt besonders das wunderschöne mystische Blau.

Was Stiefmütterchen und Hornveilchen verbindet und unterscheidet

Stiefmütterchen sind die großen Schwestern der Hornveilchen, beide hören auch auf den Familiennamen Viola und dürfen in keinem Frühlingsgarten fehlen. Sie blühen praktisch über Monate hinweg und bringen bunte Farbtupfer in kahle Wintergärten. Kleine Hornveilchen punkten durch noch größere Zähigkeit und säen sich gerne selber aus. Sogar Fugen und Mauerritzen halten die Überlebenskünstler spielend leicht aus.


Wenn Schnecken die Wahl haben, futtern sie lieber große Stiefmütterchen als kleine Hornveilchen, weshalb es tatsächlich von Vorteil sein kann, im Garten auf die kleinen Violen zu setzen und die großen an erhöhter Stelle in einen Blumenkasten zu setzen. Aber dies nur nebenbei bemerkt.

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