m

Mein Garten ist derzeit ein Tummelplatz für Schmetterlinge und Bienen. Schuld daran sind unter anderem Rote Sonnenhüte, die seit Anfang Juli in allen Beeten prachtvoll blühen. Schmetterlinge und Honigbienen sind von Echinacea purpurea sehr begeistert und so herrscht von früh bis spät ein stetes Kommen und Gehen auf den stachligen „Igelköpfen“, wie der Volksmund Echinacea gerne nennt.

Warum es sich lohnt, Echinacea in den Garten zu pflanzen

Das alleine wäre schon Grund genug, jede Menge Sonnenhüte in den Garten zu setzen. Ich mag sie, weil sie stramm, stark und von ganz allein aufrecht bleiben, auch wenn sie im „Windkanal“ stehen. Das Beste an ihnen ist jedoch: Sie blühen durchgehend von Ende Juni bis zum Frost, vorausgesetzt man putzt sie regelmäßig aus und entfernt das Verblühte. Bei meinem täglichen Rundgang durch den Garten achte ich daher auch auf die Sonnenhüte, wobei deren Blüten schon sehr lange halten. Auch in der Vase.


Der Rote Sonnenhut passt prima in ein sonniges gemischtes Rosen- und Staudenbeet. Nur mit dem Wasser sollte man nicht knausern. Steht er zu trocken, legt er die Blätter an, lässt die Köpfe hängen und zeigt damit seinen Durst überdeutlich an.

Sonnenhüte selbst vermehren ist nicht schwer.

Echinacea lässt sich im Frühling recht gut teilen. Fast noch spannender ist es jedoch, ihn selbst in Schalen oder im Saatbeet auszusäen. Meine eigenen Freilandversuche sind bislang leider bescheiden ausgefallen. Allerdings finde ich im Frühling immer wieder Sämlinge im Garten. Es lohnt sich also, die Augen nach ihnen offen zu halten. Rote Sonnenhüte fallen ja auch durch ihre roten Blätter auf und sind kaum zu übersehen.

 

Tagpfauenauge auf Sonnenhut

Manche Echinacea treiben es ganz schön bunt.

Auch wenn es komisch klingt: Echinacea purpurea gibt es auch mit weißen Blüten. Sie fallen im Garten noch stärker auf und durch die neutrale Farben, lassen sich cremeweiße Sonnenhüte noch besser mit anderen Stauden und Rosen kombinieren.

Blumenbild weiße Echinacea

Der Fachhandel bietet inzwischen auch gelbe, orange und spektakulär kupferfarbene Echinacea an. Einem Beet mit fröhlich bunten Sonnenhüten steht also nichts mehr im Weg. Wäre da nicht das Problem mit den Schnecken.

Lassen Sie sich von Schnecken nicht den Spaß am Sonnenhut verderben.

Echinacea stehen, wie Dahlien, bei Nacktschnecken ganz oben auf dem Speiseplan. Auf Jungpflanzen haben es Nacktschnecken dabei besonders abgesehen. Deswegen gehen manche Gartenfreunde dazu über, Echinacea im Kübel und außer der Reichweite der Schnecken zu kultivieren. Ich dagegen schwöre auf das rechtzeitige Streuen von Schneckenkorn. Anfang März, sobald der Boden aufgetaut ist, kommen die jungen hungrigen Nacktschnecken aus ihren Löchern gekrochen und nehmen die Körner begierig auf. Wenn Sie Skrupel wegen Hunde oder Katzen haben: Nehmen sie einfach das biologische Schneckenkorn von Neudorff, das soll zwar weniger gut wirken, dafür aber für Vierbeiner tatsächlich ungefährlich sein. Streuen Sie Schneckenkorn an feuchten, regenreichen Tagen rund um besonders gefährdete Pflanzen – aber immer erst wenn vom zuvor gestreuten Schneckenkorn nichts mehr zu sehen ist.

Schneckenkorn und ein scharfes Messer sind die besten Strategien gegen die fiesen Plagegeister. Vom Schneckenzaun halte ich persönlich nichts, schon alleine weil innerhalb des Zauns genügend Schnecken und ihre Nachkommen sitzen, noch bevor der Zaun aufgebaut ist. Abgesehen davon klärt dieser Schneckenabwehrtest anschaulich auf.

Übrigens: Jetzt wäre noch die richtige Zeit, Echinacea auszusäen. Die Weißen keimen erprobter Weise in der Schale sehr leicht. Sie sind Lichtkeimer und das erste Grün zeigt sich schon nach fünf bis sieben Tagen.


Und was sagen Sie dazu?

Jetzt kostenlos abonnieren

Jetzt kostenlos abonnieren

"Der Blumenbote" bringt Blumenbilder, Gartentipps, Rezepte & mehr.

Das hat geklappt. Vielen Dank.

Pin It on Pinterest

Share This