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Gärtner schätzen Lupinen schon immer. Einerseits weil sie hübsch sind und im Frühsommer zuverlässig ihre schlanken Blüten zeigen. Die Stauden wachsen fast problemlos in jedem Boden und sorgen sogar dafür, dass dieser mit den Jahren immer besser wird. Der zweite Pluspunkt der Lupine ist ihre Qualität als Bodenverbesserer. Die langen Wurzeln (bis zu 1,5 Meter lang) durchdringen selbst verdichteten Boden und lockern ihn damit für nachfolgende Pflanzen auf. Zur verbesserten Bodenqualität trägt auch der Stickstoff bei, den Lupinen aus der Luft lösen und anschließend in ihren Wurzeln bzw. dort anhaftenden Knöllchenbakterien binden. Deswegen werden Lupinen gerne als Zwischenfrucht oder Gründünger angesät. Aber Lupinen können inzwischen noch viel mehr. Vielleicht helfen sie in Zukunft sogar dabei, die Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren.

Mit Lupinen die Welt ernähren

Früher hieß es immer, Lupinen sind giftig. Das stimmt so wohl auch noch immer, aber inzwischen hat man Sorten gezüchtet, die weniger Gift- und Bitterstoffe enthalten. Hintergrund dieser Maßnahme ist: Lupinensamen enthalten sehr viel hochwertiges Eiweiß und damit sind sie für die vegane Ernährung interessant. 2014 wurde das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung für ihren Beitrag zur Entwicklung neuer Lebensmittelzutaten aus Lupinen mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Das alleine zeigt schon, wie zukunftsträchtig und wichtig dieses Thema ist. Es geht um vegane Ernährung für alle. Eiweißreich, nahrhaft und schmackhaft.


Video:

Lebensmittel aus Lupinen herzustellen, klingt vielleicht noch nach Zukunftsmusik, aber wie das Video zeigt, zeichnen sich bereits erste Erfolge ab. Doch es gibt noch viel zu tun und ganz ohne Risiko sind Proteine aus der Lupine für manche Allergiker leider auch nicht.

Sei’s drum: Die langen Blütenkerzen der Lupinen sind im Garten reinste Zierde. Ihnen beim Wachsen zuzusehen, ist richtig spannend außerdem. Besonders an regenreichen Tagen schaffen es die mächtigen Blüten binnen kürzester Zeit zu wachsen und dann der Reihe nach von unten nach oben aufzublühen. Ein tolles Spektakel, wie diese Bildreihe mit roten und weißen Lupinen ebenfalls zeigt.


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