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Eisiger Ostwind treibt die kleinen Narzissen vor sich her. Sie halten sich jedoch tapfer und stemmen sich mit aller Macht gegen das eiskalte Treiben. Zu ihren Füßen wogt ein wildes Meer aus tausend Traubenhyazinthen und bringt Farbe und Kontraste in den bewegten Hintergrund.

Nicht jedes Blumenbild muss knackscharf sein

Der Sohn moniert, dieses Blumenbild sei unscharf. Grundsätzlich hat er natürlich recht: Es war stürmisch und die Verschlusszeit der Kamera lang gewählt. Andererseits machen erst die verwischten Farben das Blumenbild für mich interessant. Ich nenne das wilde Fotografie und zu diesem Thema gibt es sogar ein interessantes Fotobuch. Dabei geht es darum, die Kamera beim Fotografieren schnell und gleichmäßig zu bewegen. Dadurch werden Schlieren im Bild erzeugt. Zum Beispiel Birken, die sich ins Unendliche nach oben verlängern und sich dabei in Luft auflösen. Ein anderes Beispiel zeigt Boote bei Wellengang, wobei die Wellen alleine der Bewegung der Kamera geschuldet sind. Fototechnisch gesehen hat keines dieser Fotografien auch nur eine einzige scharfe Stelle. Dennoch sind diese Bilder sehr poetisch, fast wie Kunstwerke von Turner oder Monet.


Wind allein ist unsichtbar. Erst wenn er Dinge bewegt oder zum Klingen bringt, nehmen wir ihn wahr. In diesem Sinn zeigt das Blumenbild „Wilde Narzissen in stürmischen Zeiten“ unsichtbaren Wind. Mir gefällt das sehr und Ihnen?

Weitere Blumenbilder, die vom Frühling und vom Garten erzählen.


Und was sagen Sie dazu?

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Das hat geklappt. Vielen Dank.