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Ich liebe Tulpen. Mein Garten käme im Frühling nicht ohne sie aus und deswegen verlasse ich mich auch nicht darauf, dass sich meine Tulpenbestände halten, das tun sie nämlich nicht, sondern bestelle jeden Herbst einige neue Sorten hinzu. Am liebsten gleich in Säcken mit 100 Stück, damit das neu bestückte Tulpenbeet seine Wirkung entfalten kann. Soweit die Theorie.

Wie gut eine neue Tulpe ist, zeigt sich ers im Laufe der Jahre.

In der Praxis gibt es jedoch tatsächlich Tulpen, die jedes Jahr zuverlässig wiederkommen. Sie sitzen oft an Stellen, wo sie fast das ganze Jahr über ungestört sind. Zum Beispiel in den oberen Etagen der sonst so verschmähten Hangbefestigung aus Betonpflanzringen. Dort, wo ich nicht einfach so hinkomme und auch keine Hacke verwende, sondern aufkommendes Unkraut selektiv und effektiv zugleich mit dem Wurzelstecher entferne. Die Erde in diesen Pflanzringen ist sehr locker, Wasser fließt immer schneller ab, als mir lieb ist und weil die Erde in den Pflanzringen so schnell nach Australien oder sonst wohin verschwindet, kommt regelmäßig eine Schüppe frische Sackerde oben drauf, wodurch die Tulpenzwiebel immer weiter nach unten und damit aus der Gefahrenzone rutscht. Das alles lieben diese ausdauernden Tulpen scheinbar sehr. Zu Trockenheit neigende Geröllerde mögen sie, ähnlich wie Pfingstrosen, lieber als fetten, frischen Gartenboden mit hohem Lehm- und Humusanteil.


Standort und Tulpensorte sind entscheidend.

Zu den haltbaren Tulpen gehören viele einfache aber nicht minder schöne Darwin-Tulpen und Triumpf-Tulpen. Wie meine beiden „Sunny Beautys“ in Wirklichkeit heißen, weiß ich nicht. Sie kamen bestimmt schon vor zehn Jahren in meinen Garten und haben sich entschieden, auf ihrem angestammten Platz zu bleiben.  Dort oben auf der Mauerkrone genießen sie selbst einen famosen Blick auf die Neuankömmlinge unten im großen Tulpenbeet und finden trotzdem ihre eigenen Bewunderer. Kein Wunder, wenn man als Tulpe so hübsch, wie diese beiden, gezeichnet ist.

Ein buntes Tulpenbeet

Zwei einfache Tulpen in sonnigen Farben „wachen“ über ein neu bepflanztes Tulpenbeet.

Zu den robusten, ausdauernden Tulpensorten zählen:

  • Darwin-Tulpen wie die Sorten ‚Parade‘, ‚Golden Apeldoorn‚, ‚Ad Rem‚, ‚Oxford‘ oder ‚Pink Impression
  • Viridiflora-Tulpen, leicht zu erkennen an ihrem markanten grünen Mittelstreifen. Die Sorte ‚Spring Green‚ wirkt besonders hübsch in halbschattigen Beeten.
  • Lilienblütige Tulpen wirken sehr elegant und filigran, doch sie sind zum Teil  recht robust: ‚Purple Dream‚, ‚White Triumphator‘ und ‚Ballade‘ halten sich durchaus einige Jahre im Beet. Die hübsche Ballerina ist zwar nicht ganz so haltbar aber so vier, fünf Jahre macht sie dennoch eine sehr gute Figur im Tulpenbeet. Und in Kombination mit ‚Purple Dream‘ ist ‚Ballerina‚ ohnehin fast nicht zu ersetzen.
  • Wildtulpen und botanische Tulpen sind durch die Bank enorm robust und vermehren sich sogar im Laufe der Jahre. Im Garten begeistert mich Wildtulpe Humilis violaceae ‚Black Base‚ ganz besonders.

Wie alle Pflanzen im Garten brauchen auch Tulpen ihre spezielle Pflege und, nicht zu vergessen, Dünger sobald sie sich im zeitigen Frühling zeigen. Mehr dazu erfahren Sie im Gartenblog nebenan.

Rote Tulpe von der Sonne geküsst

Rote Tulpen (verm. Ad Rem), von der Sonne geküsst.

 

 


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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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