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Neuerdings nennt die Tochter einen Schrebergarten ihr eigen doch was dort wächst, trägt keine Zettel und auch keine Gebrauchsanleitung. Prinzipiell ist das egal, schließlich gedeihen auch namenlose Pflanzen überaus prächtig in Julias Idyll. Natürlich kommen inzwischen auch neue Pflanzen hinzu, entweder Ableger aus meinem Garten oder diese hübsche Clematis aus dem Supermarkt.

Wie gut sind Clematis aus dem Supermarkt?

Höre ich da jemanden schimpfen über diesen Fauxpas?  Bitte nicht. Denn ab und zu lassen sich sogar beim Discounter oder im Baumarkt nette Schnäppchen machen. Man muss nur den richtigen Zeitpunkt erwischen und die Pflanzen am besten am Tag ihrer Auslieferung kaufen, dann hat man zumindest die Chance auf eine lebende Pflanze. Danach ist das ungewiss, denn die Verkäufer in den Märkten gehen mit ihren Schätzchen meist lausig um. Manche behaupten gar, sie hätten keine Gießkannen. Ach was! Schwund durch frühen Tod ist für die Geschäftsleitung schlicht einkalkuliert und ob bei dieser Rechnung für den Erzeuger überhaupt ein paar Cent hängen bleiben, steht auf einem völlig anderem Blatt.


Julias Clematis war ein Schnäppchen für 2,99 € und damit kostete es weniger als die Hälfte als die einfachen Clematis eines renommierten Züchters. Doch wo genau liegt nun der Unterschied? An der Blüte sicher nicht, denn auch Julias Clematis blüht sehr schön und ihre Farbe leuchtet vor dem dunklen Bretterhintergund fast schon geheimnisvoll.

Nur erfahrene Clematis-Züchter garantieren Sicherheit vor der gefürchteten Clematiswelke

Die große Frage ist: Aus welchem Zuchtbetrieb kommt die Pflanze und wie sieht es dort mit der gefürchteten Clematis-Welke aus?  Diese Pilzkrankheit (es sind sogar zwei unterschiedliche Pilzkrankheiten) lässt Clematistriebe von jetzt auf dann welken. Resistente Sorten sind der beste Weg, diesem Ärger aus dem Weg zu gehen. Ansonsten hilft das sofortige Abschneiden des kranken Triebes, wobei dieser dann nicht in den Kompost darf, sondern über den Hausmüll entsorgt werden muss. Auch die Rosenschere sollte man anschließend sorgsam desinfizieren, sonst überträgt man unfreiwillig den Pilz von Pflanze zu Pflanze und die Katastrophe ist quasi nicht mehr aufzuhalten.

Wer keine Clematiswelke in seinem Garten will, kauft besser nur von Züchtern, die seit Jahrzehnten garantiert gesunde Pflanzen liefern. Ein Name, den sich Clematisfreunde merken sollten ist Clematis Westphal. Ich bin mit ihm nicht verwandt und nicht verschwägert aber in meinem Garten wachsen bereits einige sehr schöne Clematis von Westphal.

Blumenbild Clematis Arabella in einem romantischen Rosenstrauß

Staudenclematis Arabella in der Vase

Es gibt für (fast) jeden Standort eine geeignete Clematis

Ein weiterer Aspekt betrifft die Sortenvielfalt: Wer bestimmte Clematis-Sorten sucht, nach Sorten, die für sonnige, halbschattige oder gar schattige Standorte geeignet sind, eine bestimmte Höhe erreichen sollen oder unter einer bestimmten Marke bleiben müssen, der findet seine Clematis ausschließlich bei einem gut sortierten Clematis-Züchter und nicht im Supermarkt.

Erfahrung hilft, unnötige Fehler im Garten zu vermeiden.

Jetzt Sie: Welche Erfahrungen haben Sie mit Clematis gemacht – egal ob aus dem Supermarkt, vom Fachhandel oder vom Züchter? Und haben Sie eine Lieblings-Clematis, die Sie mir wärmstens empfehlen möchten? Wenn ja, was zeichnet sie besonders aus?


3 comments

  1. 28.05.2015 at 15:34 Pecoraro-Schneider

    Ich kaufe nur noch beim Züchter….ich lasse mich auf nichts mehr ein!

  2. 30.05.2015 at 13:49 Julia von Geliebte Ordnung^

    Doch noch gefunden – den Namen zur Clematis. Sie heißt „Ville de Lyon“. Woher sie aber kommt und was sie ausmacht, weiß ich nicht….

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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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