m

Im Juli ist die große Zeit der Taglilien. Sie sitzen in der Gartenmauer und haben den lieben langen Tag die Sonne fest im Blick. So haben es die robusten Gartenstauden am liebsten.

Was Taglilien/Hemerocallis ansonsten mögen, ist einfach und bescheiden: Im Vorfrühling befreit man sie vom alten Laub und gönnt ihnen etwas Dünger. Und dann müssen Sie ihnen nur noch beim Wachsen zusehen – und spätestens im Juli beginnt dann der große Auftritt der Taglilien.


Es gibt allerdings auch Taglilien-Sorten, die blühen bereits ab Mai und dazu im Herbst noch ein zweites Mal. Grund genug, sich bei der Auswahl in gut sortierten Staudengärtnereien oder bei ausgewiesenen Hemerocallis-Spezialisten umzusehen, und sich nicht mit den Allerweltspflanzen vom Baumarkt zu begnügen. Es lohnt sich.

Mehr Freude und Vielfalt für den Garten – mit Taglilien

Wer ihre Schönheit ungetrübt genießen will, entfernt täglich das Verwelkte. Am leichtesten ist es, abends, kurz bevor es dunkel wird, die Blüten abzupflücken. Über Nacht würden sie ohnehin verwelken, denn jede blüht immer nur einen Tag. Dafür öffnen sich täglich neue Blüten und so blüht die Pflanze tatsächlich wochenlang.

Taglilien sind ideale Stauden für faule, aber intelligente Gärtner

Wenn Sie auf der Suche nach Stauden sind, die mit möglichst wenig Einsatz viel hermachen und trotzdem wochenlang blühen, dann empfehle ich immer wieder gerne Taglilien. Solange sie nicht blühen, wirken sie wie Gräser mit lanzettartigen, mehr oder weniger langen Blättern. Es gibt kleinblütige und großblütige Taglilien, Miniaturen, die gut in Steingärten passen und sehr schlanke, hoch gewachsene Sorten und dazwischen zahlreiche Varianten. Zu den bekannten, aber nicht sehr beliebten, Tagliliensorte gehört auch sogenannte Bahnwärter-Taglilie. Sie standen früher oft in den bescheidenen Gärtchen direkt neben den Gleisen. Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch an beschrankte Bahnübergänge, die noch von echten Bahnwärtern bedient wurden. Gerade auf dem Land war das zwar eine wichtige Tätigkeit, aber auch eine, die mit vielen Leerstunden verbunden war. Deswegen die Gärtchen und deswegen auch Bahnwärter-Taglilien. Ihre matt-orangen Blüten sitzen hoch über den Blättern und wirken, um ganz ehrlich zu sein, ein bisschen langweilig. „Ernsthafte“ Gärtner ignorierten Bahnwärter-Taglilien deswegen für lange Zeit, doch das hat sich inzwischen grundlegend geändert – aus guten Gründen.

Hermerocallis werden heiß geliebt und gesammelt

Hemerocallis sind recht einfach zu vermehren und zu kreuzen, so kommt es, dass sich immer mehr Gärtner mit ihnen intensiv beschäftigen. Jährlich werden zig neue Sorten registriert, dennoch wird längst nicht jede Neuheit auch auf Dauer zum Erfolg. Zumindest ist jedoch inzwischen die Auswahl in gut sortierten Staudengärtnereien größer denn je. So kam schließlich auch die erste Taglilie in meinen Garten, es war die bekannte, kleine, gelb blühende Sorte Stella d’Oro, die den heißen Südhang und sogar Betonpflanzsteine gut aushielt und dabei prächtig gedieh. Inzwischen wachsen viele verschiedene Hemerocallis in meinem Garten. Von der cremeweißen Shephard bis zu den feurigen „Rotes Rathaus“ und „Moses Fire“ sowie hohe, zitronengelbe Taglilien ist alles dabei. Sie wachsen bevorzugt entlang des Gartenwegs, damit ich abends das Verblühte leichter pflücken kann. Faule Gärtner verzichten vielleicht auf diesen kleinen Liebesdienst, ich jedoch nicht. Will ich mich doch jeden Tag an den makellosen frisch aufgeblühten Taglilien-Blüten erfreuen ohne verwelkte Blüten dazwischen zu sehen.

Was Sie sonst noch über die Pflege der Taglilien wissen sollten, erfahren Sie im Gartenblog.

Weitere Blumenbilder mit Taglilien


Und was sagen Sie dazu?

Jetzt kostenlos abonnieren

Jetzt kostenlos abonnieren

"Der Blumenbote" bringt Blumenbilder, Gartentipps, Rezepte & mehr.

Das hat geklappt. Vielen Dank.

Pin It on Pinterest

Share This