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Unverhofft im Topf

Sie kennen das: Nach der Blüte der überaus dankbaren Taglilien geht es ans Teilen zu üppig gewordener Pflanzen. Auch bei Exemplaren, die weit hinter ihren Erwartungen geblieben sind. lohnt sich das Teilen und Verpflanzen an einen neuen Platz. Manchmal jedoch entwickelt sich die Suche danach zu einem größeren Problem. Wohin nur mit dem letzten Stück Frans Hals? Entsorgen kommt nicht infrage, dazu ist diese Taglilie einfach zu schön. Die Tochter hat schon einen Ableger bekommen und rund ums Haus sind bereits fünf Pflanzinseln mit dem Taglilien-Klassiker besetzt. Der herzlose Mensch würde jetzt wieder dazu raten, den Rest einfach zu entsorgen. Ich nicht. Ich spendiere Frans Hals statt dessen einen großen Pflanzkübel aus Terrakotta und stelle sogleich fest: So alleine, kann Frans Hals im Topf nicht bleiben. Da muss noch ein Begleiter her. Einer, der später oder früher blüht. Und so kommt es, wie es kommen muss: Mitten zur Unzeit im August suche in tatsächlich in der Gärtnerei nach einer Staude für den neuen Pflanzkübel. Für richtige Gärtner ist dieses Ansinnen völlig absurd, für mich eigentlich auch aber das Angebot ist dennoch da.

Kokardenblume ist völlig unkompliziert

Schon früher wuchsen rotbunte Kokardenblumen im Garten. Muttern hatte sie für die oberen Plätze der Betonpflanzsteine selbst gezogen und dann schnell festgestellt, dass die hohen Stauden zwar hübsch aber überaus durstig sind. Im Pflanzkübel ist das nicht anders aber nun gut, was tue ich nicht alles für so hübsche und zudem kompakt bleibende, gelb blühende Pflanzen. Sie sehen: Ich stehe zu meinem Faible für Gelb und das nicht nur bei Blumen. Auch mein Auto leuchtet in einem freundlichen Sonnengelb, wohingegen mein pastellgelbes Haus durchaus einen neuen, kräftigeren Anstrich vertragen könnte. Aber das ist eine völlig andere Geschichte. Heute geht es um die hübsche Kokardenblume, die ich blühend und in doppelter Ausführung nach Hause getragen und zu Frans Hals in den Pflanzkübel gesetzt habe. Eine blaue Aster hätte auch gut dazu gepasst, gab’s da gerade aber nicht. Möglicherweise ändere das noch einmal nach der Blüte mit einer Aster aus dem eigenen Garten, wir werden sehen.


Hübsche Herbsteffekte gibt’s auch im Pflanzkübel

Inzwischen blühen die beiden Kokardenblumen in ihrem Pflanzkübel schon vier Wochen ohne Pause. Sie setzen laufend neue Blüten an und bleiben dabei recht kompakt. Über 30-40 cm kommen sie nicht hinaus. Sie stehen im geschützten, sonnigen Eingangsbereich, flankieren Prachtwinde zur Linken und Schwarzäugige Susanne und Schokoladen-Cosmea zur Rechten und hübschen die inzwischen schwer nachlassenden Minitomaten auf. Bleibt zu hoffen, dass die Kokardenblumen noch recht lange blühen. Gerne bis zum Frost. Auch Taglilie Franz Hals hat sich inzwischen bestens vom Umpflanzen erholt und zeigt jetzt wieder viel frisches Grün. Für den Herbsteffekt im Eingangsbereich ist damit wohl auch gesorgt.

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Das hat geklappt. Vielen Dank.