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Der Krokus macht den Frühling und wer kleine Wildkrokusse über Jahre in Ruhe machen lässt, kann bald tausende Frühlingsboten zu seinen Füßen genießen und dabei sein blaues Frühlingswunder erleben.

Im Herbst kommt der Krokus in die Erde

Zu den letzten Blumenzwiebeln, die ich im Herbst setze, gehören die Krokusse. Ihr kleinen rundlichen Zwiebeln lassen sich gut von weißen Zwiebeln der Traubenhyazinthen unterscheiden und auch von den kleinen stinkenden Allium-Zwiebeln. Die Blumenzwiebel des Krokus kommt jedoch mit einer mittelbraunen, bastartigen Hülle daher und verrät schon auf den ersten Blick, wer er ist. Nicht jedoch, seine Farbe. Doch das ist eigentlich egal, schön sind schließlich alle Krokusse.


Für Bienen sind allerdings kleine Wildsorten interessanter, als große Zuchtkrokusse. Nicht dass es bei den großen Verwandten für Bienen keinen Nektar gäbe. Aber kleine Krokusse blühen ein paar Tage früher und retten mit Glück Bienen einen Ticken eher vor dem im Spätwinter drohenden Hungertod.

Wildtulpen vermehren sich am besten

Bei Bekannten im Dorf haben sich Elfenkrokusse im Laufe der letzten zwanzig Jahre zu Hunderten vermehrt. Vor dem Haus war anfangs ein Blumenbeet. Danach wurde Wiese angesät und die Krokusse einfach in Ruhe in der Erde gelassen. Jetzt wachsen dort lauter lila-blass-blaue Elfenkrokusse und schalten für alle sichtbar den Frühling an. Auf dieses herrliche Frühlingsbild bin ich schon ein bisschen neidisch. Allerdings muss ich gestehen, dass ich so oft durch meine Blumenbeet wühle, dort was pflanze, hier was versetze. Immer wieder begegnen mir dabei auch kleine und große Blumenzwiebeln. Die der Krokusse sammle ich dann während des Sommers ein und setze sie im Herbst dann zum Schluss noch an den Rand der Blumenbeete. Damit die Winzlinge auch gesehen werden und nicht hinter hohen Tulpen und Narzissen verschwinden. Mein Vorgehen ist sicher gut gemeint, verhindert allerdings auch das Verwildern der Krokusse.

Wie heißt der Plural von Krokus?

Michael Hüttenberger schlägt in einer Sprachbetrachtung allerlei Varianten vor: Kroki, Krokunten, Krokeen, Kroküsse, Kroken oder Krokeen. Ich muss gestehen, was witzig gemeint war, lässt mich an mir selber zweifeln. Deswegen schlage ich vorsichtshalber im Wörterbuch nach. Dort steht: Der Plural von Krokus heißt Krokusse. Wieder was gelernt.

Weitere Blumenbilder mit Krokussen


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