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Iris im Garten sind zur Blüte ein besonderes Ereignis – so kurz und selten im Jahr wie Weihnachten gefeiert wird. Jedes Jahr im Frühling können es ihre Jünger kaum erwarten bis es losgeht mit der Iris-Saison. Die Zeit, der Göttin des Lichts zu huldigen ist denkbar kurz. Denn egal ob im Februar/März die Netz-Iris Hoffnung auf Frühling macht oder ab Mai Bart-Iris, Wiesen-Iris und Sumpf-Iris den Vollfrühling mit ihrer majestätischen Blüte adeln: Der Auftritt der Iris im Garten ist immer nur von ganz kurzer Zeit. Spätesten nach zwei bis drei Wochen ist es auch schon wieder mit der Pracht vorbei.

Blumenbild kleine gelbe Sumpfschwertlilie

Die gelbe Sumpf-Iris liebt nasse Füße

Blühende Iris im Garten sind immer ein besonders Ereignis.

Aber würde ich deswegen auf die Schönheit der Iris im Garten verzichten? Niemals! Ganz im Gegenteil. Ich versuche die Iris-Zeit mit verschiedenen Sorten zu verlängern. Pflanze von allen Arten jeweils zwei, drei Exemplare an Stellen, an denen es der jeweiligen Iris gut gefällt, und erfreue mich so vielleicht zwei oder gar dreimal über die malerischen Blüten der Iris. Zugegeben: Mein Wunsch mehr Iris im Garten zu pflanzen war nicht sofort präsent. Andere Stauden erschienen mir lange Jahre wichtiger und bedeutender als die Iris zu sein, meine Lieblings-Rosen sowieso. Aber wenn berühmte Maler von Monet bis Vincent van Gogh ganz Werkreihen und sogar Teile ihres eigenen Gartens dieser vielseitigen Pflanzenfamilie widmen, muss wohl mehr dran sein, als ich anfangs ahnte.


Blumenbild Netz-Iris, ein Zwiebelgewächs

Netz-Iris blüht schon sehr früh im Jahr

Ob eine Iris verspielt und bescheiden oder dominant und majestätisch wirkt, hängt von ihrer Wuchshöhe ab. An meinem trockenen Südhang gelingen kleine bis mittelhohe Sorten am besten. Hohe Iris zeigen nur in einem Wind geschützten Beet genügend Stand. Von ganz anderer Natur sind dagegen die robusten Wiesen-Iris. Selbst die höheren Sorten fallen nicht um, sondern wiegen sich elegant mit ihren Schilfartigen Blättern im Wind. Mir gefällt das sehr, erst recht ihr zarter Austrieb.

Austrieb der Wiesen-Iris, Iris Sibirica

Sieht aus wie Gras, ist aber der Austrieb einer Wiesen-Iris

Für Gartenanfänger ist die holländische Zwiebel-Iris (Iris hollandica) am einfachsten zu pflegen. Sie wächt praktisch überall, sogar im Pflanzkübel und blüht jedes Jahr zuverlässig wieder. Im Laufe der Jahre werden die Zwiebelpflanzen kräftiger und schieben gleich mehrere Blüten hintereinander.

Sammelleidenschaft für Iris braucht Platz – oder ein mobiles Ausweichquartier

Doch egal welche Iris Ihre persönliche Favoritin ist, hat man sie erst einmal ins Herz geschlossen, ist es sehr schwer, ihr nicht zu erliegen. Eine neue Sammelleidenschaft ist schnell entfacht und Iris-Züchter, die jedes Jahr mit neuen Farben und Blütenformen aufwarten, gibt es Zuhauf. Schön, wenn ihr Garten dann noch Platz für die eine oder andere neue Iris hat. Doch zur Not wachsen Iris ja auch prima im Pflanzkübel. Der mobile Iris-Garten hat immerhin den Vorteil, nur zur Blütezeit präsent zu sein. Den Rest des Jahres muss sich die Göttin des Lichts dann auf einem der den hinteren Plätze im Garten bescheiden. Geht auch.

Blumenbild Holländische Iris

Blaue Iris hollandica, Zwiebeliris

Weitere Blumenbilder mit der schönen Iris


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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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