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Die Trichterwinde erklimmt mühelos fünf bis sechs Meter und alles, was sie dazu braucht, ist eine Kletterhilfe. Egal ob Fallrohr, Baumpfahl, Teppichstange oder Baum, die Kletterkünstlerin umwindet im Laufe des Sommers wirklich alles in ihrer Reichweite. Mit Pech sind dies auch mal andere Pflanzen, die sie in den Würgegriff nimmt. Deswegen immer schön aufpassen, wohin sich am Boden liegende Triebe gerade so winden. Es könnte auch eine Rose sein, die malerisch neben dem Klettergerüst mit der Trichterwinde sein und schwupp ist sie fest am Wickel. Der Rose gefällt das sicher nicht.

Trichterwinde erobert Klettergerüst mit Vogelhäuschen

Ipomoea, Trichterwinde

Trichterwinden keimen und wachsen rasend schnell.

Die meisten Trichterwinden, die Sie im Samenhandel erwerben können, sind einjährige Sommerblumen. Blue Hardy ist dagegen eine Sorte, die winterhart sein soll. Selbst ausprobiert habe ich das jedoch noch nicht, deswegen bezieht sich meine Beschreibung nur auf die einjährige Trichterwinde. Sie aus Samen selbst zu ziehen, ist im Frühling (ab Anfang Mai) ein Kinderspiel und ideal, um Kindern, Spaß am Gärtnern zu vermitteln.  Los geht’s mit einer Samentüte und recht dicken Samen. Weichen Sie die Samen ein bis zwei Tage in Wasser ein und legen Sie die gequollenen Samen dann in 13er-Blumentöpfe und bedecken sie mit ein bisschen Erde. Angießen, frostfrei aufstellen und abwarten. Schon nach drei, vier Tagen zeigen sich die Keimblätter.


Anfang Mai drohen noch Spätfröste, weswegen die Trichterwinde noch im Haus bleiben muss. Doch sobald das Wetter es zulässt, dürfen sie raus ins Beet. Die jungen Pflanzen brauchen, je nach Wetterlage, kaum drei Wochen, um groß und kräftig genug fürs Auspflanzen in Blumenbeet oder Kübel zu sein.

Im Blumenkübel braucht die Trichterwinde viel Wasser und Dünger.

Trichterwinden wachsen anschließend wirklich rasend schnell, dementsprechend hoch ist ihr Bedarf an Wasser und Dünger. Verwenden Sie im Pflanzkübel gute Pflanzkübelerde und reichern Sie diese mit Langzeitdünger an. Ab Ende Juni / Anfang Juli brauchen die Pflanzen zusätzlich einmal wöchentlich einen Schluck flüssigen Blumendünger – und sehr viel Wasser, insbesondere an heißen Tagen. Die Blattmasse spricht für sich. Stimmt etwas mit der Versorgung nicht, quittiert die Trichterwinde das rasch mit gelben Blättern.

Trichterwinde erobert Klettergerüst mit Vogelhäuschen

Ipomoea, Trichterwinde

Ernten Sie Samen fürs nächste Jahr

Die Blüten der Trichterwinde blühen immer nur für einen halben Tag. Morgens küsst die Sonne die Blüten wach, mittags gegen zwei ist der Zauber der Trichterblüten schon vorbei. Seien Sie deswegen nicht traurig, bis zum Frost erscheinen täglich neue Blüten in Violett, Blau und Rosa.

Denken Sie rechtzeitig im Herbst daran, einige Samen abzunehmen, dann steht Ihrem Glück mit kostenlosen Trichterwinden im nächsten Jahr nichts entgegen. Lassen Sie die Samen erst einmal trocknen, danach beschriften Sie einen Briefumschlag und tüten den Samen ein. Verwahren Sie Blumensamen am besten dunkel, kühl und trocken.

Tipp: TicTac-Döschen sind ideal und praktisch, um Blumensamen aufzubewahren – mit integrierter Sähilfe.

Weitere Blumenbilder mit Sommerblumen


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