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Was für ein Auftritt in einem kalten August. Seit Tagen regnet es doch davon lässt sich die Seerose nicht abhalten. Sie hat ihren ersten großen Auftritt in ihrem kleinen Refugium. Sie erblüht zu voller Schönheit. Regentropfen sitzen wie Perlen auf der imposanten Blüte, die wie Perlmutt schimmert. Nur drei Tage dann ist es mit der Pracht vorbei. Die Verblichene versinkt lautlos in ihr kaltes nasses Grab.

Platz für eine Seerose ist im kleinsten Fass

Es gibt sehr unterschiedliche See- und Teichrosen. Winterharte Seerosen, die unsere Winter hierzulande in größeren Teichen sehr gut überstehen und wie Stauden Jahr für Jahr wieder kommen und blühen. Und es gibt exotische Seerosen, die viel Wärme brauchen, um überhaupt zu blühen. Exotische Seerosen sind leider nicht winterhart, aber, und das ist die gute Nachricht, ziemlich einfach zu überwintern. So geht’s:


So einfach überwintern Sie eine Seerose

Sobald es im Herbst draußen ungemütlich wird, holen Sie Ihre Seerose mit Topf (oder Korb) aus ihrem Miniteich. Schneiden Sie alle Blätter und überstehenden Wurzeln ab und setzen Sie sie in einen wasserdichten Behälter. Stellen Sie die Seerose nun in ein dunkles, möglichst kühles Winterquartier. Halten Sie die Seerose im Winterquartier feucht. Zwei bis drei Zentimeter Wasserstand im Seerosen-Behälter genügen dabei völlig. Gegen Ende des Winters kontrollieren Sie die Seerose öfters. Meist erscheinen schon Ende Februar / Anfang März erste Blattspitzen. Bringen Sie nun die Seerose an einen hellen, aber noch immer kühlen Platz.

Exotische Seerosen sind frost- und kälteempfindlich

Falls möglich, können Sie die Seerose in ihrem Behälter schon im April an einen geschützten Ort draußen aufstellen. Ein Gewächshaus wäre dafür natürlich ideal, aber eine Glasscheibe über dem Behälter tut es für eine Weile auch. Tagsüber müssen Sie dann allerdings die Glasscheibe ein Stück weit wieder abnehmen und lüften.

Erhöhen Sie den Wasserstand, so dass die jungen Seerosenblätter stets auf der Wasseroberfläche schwimmen. Bei drohenden Spätfrösten holen Sie die Pflanze besser noch einmal rein ins Haus oder decken den Eimer mit einem Stück Gartenvlies ab. Erst ab Mai dürfen exotische Seerosen und Mini-Teichrosen wieder an ihren angestammten Platz im Miniteich.

Winterharte Seerosen, die in größeren Gartenteichen wachsen, bleiben auch den Winter über dort, wo sie sind, nämlich in ihrem Teich. Wenn es ihnen dort gefällt, bedecken sie mit der Zeit ohnehin immer mehr Fläche des Teiches und dann müssen Sie irgendwann sogar Seerosen auslichten. Radikal. Freunde, die einen neuen Gartenteich haben, werden sich über Ihre Ableger sicherlich freuen.

Exotische Seerosen brauchen viel Wärme und Sonne

Exotische Seerosen sind bei unseren, eher kühlen Sommern nicht ganz so vermehrungsfreudig und brauchen zudem manchmal eine gewisse Eingewöhnungszeit, um zu blühen. Wichtig dabei ist, eine Seerose zu wählen, die zur Wasserhöhe im Wasserbecken passt. Es gibt da nämlich große Unterschiede. Manche Mini-Seerosen begnügen sich schon mit 20 cm Wasserstand und brauchen als Refugium nur eine größere Schüssel oder ein 1/4-Weinfass. Andere Seerosen bevorzugen dagegen Wassertiefen von 50-75 cm. Auf ein paar Zentimeter hin oder her kommt es nicht an. Beim ersten, langsamen Absenken im Frühling sehen Sie schon, wie lang die Stiele der Seerosenblätter werden. Sie sollten immer an der Oberfläche schwimmen.

Tipp: Pflanzen Sie keine große Seerose in ein kleines halbes Weinfass. Das geht nicht gut. Die Seerose übersteht die engen Verhältnisse nur sehr kurze Zeit, füllt dann die komplette Wasserfläche mit ihren Blätter aus und wächst anschließend über den Teichrand hinaus. Kein schöner Anblick und viele Blüten gibt es leider auch keine.

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4 comments

  1. 19.08.2010 at 17:50 Rolf

    Oh! Die ist ja ganz nass. Tja, bei dem Wetter. Aber es wird besser… Das Wetter meine ich natürlich, Deine Fotos sind nicht zu verbessern 😉
    Liebe Grüße
    Rolf

  2. 19.08.2010 at 19:39 Fiona

    Ja, die ist nass. Gestern hat’s ja auch noch geregnet, als Madame sich entschloss, ihre 1. Blüte im Weinfass auf der Terrasse zu öffnen. Ich finde, ein paar Regentropfen schaden ihrer Schönheit nicht.

  3. 24.08.2010 at 08:33 Rolf Kaul

    Wie ein Gemälde, eines deiner besten Fotos überhaupt! Kompliment!

  4. 24.08.2010 at 10:04 Fiona

    Danke für dein großes Kompliment, Rolf.

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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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