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Ärgern Sie sich nicht länger über Ihre Hortensie, die nicht partout nicht blühen will. Prüfen Sie lieber, woran das liegt und sorgen Sie rechtzeitig für Abhilfe. Meine Checkliste hilft Ihnen dabei.

Hortensien blühen, aber anders als gedacht.

Hortensien täuschen alle. Was wir für eine Blüte halten, sind in Wirklichkeit Hochblätter. Die eigentliche Blüte sehen Sie erst, wenn Sie die hübsch gefärbten Hochblätter beiseite lassen und in das Zentrum des Ganzen vordringen. Die echten Hortensienblüten sind sehr klein und ziemlich unscheinbar. Deswegen auch der Griff in die Trickkiste von Mutter Natur. Davon abgesehen bieten blühende Hortensie jedoch einen grandiosen Anblick. Insbesondere aus dieser ungewöhnlichen Perspektive. Dumm nur, dass in manchen Jahren manch‘ Hortensie nicht blüht. Waran das wohl liegt?


Hortensie blüht nicht? Acht mögliche Ursachen und Abhilfen.

Hortensien lassen Gartenbesitzer jedes Jahr aufs Neue hoffen und bangen. Blühen sie oder blühen sie nicht. Für das Ausbleiben des prächtigen Blütenflors gibt es acht bekannte Gründe, aber auch acht Wege, Hortensien wieder zum Blühen zu bringen.

Spätfrost ist die größte Gefahr für die Hortensienblüte

Er ist besonders tückisch und schlägt ausgerechnet dann zu, wenn die Hortensie im März / April frisch austreibt. Die Triebe stehen im vollen Saft und da kann eine einzige Nacht mit minus 3 Grad schon reichen, damit Triebe und Knospen erfrieren. Abhilfe schaffen Sie mit einem Vlies, das Sie bei Bedarf über die Pflanze legen. Achten Sie in diesen Wochen unbedingt auf die Wettervorhersagen. Falls Spätfrost tatsächlich zugeschlagen hat, werden die Triebe innerhalb weniger Tage schwarz. Schneiden Sie dann die Hortensie noch einmal zurück und hoffen Sie das Beste. Ist es noch früh im Jahr und handelt es sich um eine Hortensien-Sorte, die am diesjährigen Holz blüht, könnten Sie Glück haben und sie blüht trotzdem.

Verwenden Sie den richtigen Hortensien-Dünger

Hortensien benötigen einen speziellen Hortensiendünger, ersatzweise Rhododendron- oder Azaleendünger. Bevorzugen Sie für alle im Beet gepflanzten Hortensien organischen Langzeitdünger. Düngen Sie einmal im März und einmal Mitte Juni, danach nicht mehr. Blaukorn ist völlig ungeeignet, ebenso Hornspäne oder normaler Staudendünger. In allen Fällen stimmt für Hortensien das Verhältnis zwischen Stickstoff (Blattdünger) und Phosphor (Blütendünger) nicht. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lassen Sie eine Bodenanalyse vornehmen. Oft ist der Boden bereits übersättigt mit Stickstoff.

Streuen Sie nicht zu viel Dünger.

Viel hilft nicht viel, sondern führt zu vermehrtem Blattwuchs und geht zu Lasten der Blüten. Halten Sie sich beim Düngen von Hortensien also streng an die Packungsvorschrift.

Pflanzen Sie Hortensien an den richtigen Standort im Garten

Hortensien bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte und leicht sauren Boden im Garten. Davon ausgenommen sind lediglich Rispenhortensien (Hydrangea Paniculata) und Waldhortensie Annabell. Sie vertragen sonnigere Standorte und sind etwas toleranter gegenüber Kalk, benötigen in der Sonne jedoch wesentlich mehr Wasser als im Schatten. Zu schattig sollte der Standort für Hortensien übrigens auch nicht sein. Die Gehölze überleben zwar, blühen im Schatten aber weniger reich.

Schneiden Sie Hortensien stets zur richtigen Zeit und unterscheiden Sie dabei nach der Sorte.

Es gibt verschiedene Hortensien-Sorten und jede von ihnen hat spezielle Wünsche, was den richtigen Schnitt angeht. Schneiden Sie bei einfachen Bauernhortensien (Ballhortensien) im Frühling nur die vertrocknete Blüte knapp über der nächst liegenden Knospe bzw. Blattpaar ab. Schneiden Sie zu tief, ist bereits die Blüte verloren. Rispenhortensien, Waldhortensie Annabell und alle Sorten von Endless Summer oder Forever & Ever schneiden Sie Ende Februar / Anfang März ca. 10 cm über dem Boden ab. Diese Hortensien blühen am einjährigen Holz.

Auch bei Kletterhortensien sollten Sie stets nur das Verblühte knapp unterhalb der Blüte abschneiden, denn darunter wachsen bereits die neue Knospen.

Gießen Sie Hortensien mit Regenwasser. Im Sommer reichlich.

Im Hochsommer, wenn die Knospen der Hortensien anschwellen und blühen, benötigen Hortensien sehr viel Wasser. Rechnen Sie mit bis zu 10 Liter Wasser pro Pflanze und Tag. Verwenden Sie am besten immer nur Regenwasser. Leitungswasser enthält in vielen Regionen zu viel Kalk und Hortensien mögen nun mal keinen Kalk.

Behandeln Sie rechtzeitig grauen Pilzbefall

Botrytis-Knospenfäule erinnert an Mehltau und belegt die Pflanze mit einem grauen Belag. Der Pilz befällt bevorzugt Hortensien im Topf und tritt besonders intensiv in Jahren mit besonders nassem Herbst auf. Nach Möglichkeit sollten Sie betroffene Pflanzen isoliert, kalt und luftig aufstellen, kranke Blätter entfernen und im Restmüll entsorgen. Oder aber Sie schaffen gleich Platz für Neues.

Pflanzen Sie Hortensien im Pflanzkübel nach 3 Jahren besser ins Beet

Hortensien im Pflanzkübel brauchen spätestens nach drei Jahren frische Erde und ggf. auch einen größeren Kübel. Kürzen Sie beim Umtopfen die Wurzeln vorsichtig ein und verwenden Sie zum Pflanzen nur frische,  hochwertige Rhododendronerde. Noch besser wäre es allerdings, Sie finden für getopfte Hortensien nach zwei, drei Jahren doch noch einen schönen Platz im Garten. Sie fühlen sich im Beet einfach wohler und danken es mit zahlreichen Blüten.

Weitere Blumenbilder mit Hortensien


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