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Zum Anbeißen schön. Und was das Beste an der Damascenerrose Rose de Resht ist: Sie hat tatsächlich essbare Blüten. Kreative Köche (er)finden immer wieder neue Idee, wie sie die historischen Rosen in der Küche verwenden können. Gelee, Likör, Rosenzucker … alles scheint möglich, zumindest nach Ansicht der Spitzenköche. Rose de Reshs Duft ist ja auch betörend und schwer. Ansonsten ist Rose de Resht ein kräftiger, gut ein Meter hohen Rosenstrauch mit rauen mattgrünen Blättern, straff aufrechten Wuchs und leider auch vielen Stacheln. Kaum zu fassen, dass ganz oben derart schöne Blüten sitzen.

Rosen in der Küche. Hübsch fürs Auge – aber oft völlig geschmacksneutral.

Wenn es um die Verwendung von Rosen in der Küche geht, bin ich hin und her gerissen. Einerseits duften Rosen ja phänomenal, insbesondere der Duft alter Rosen ist sehr betörend. Kein Wunder, dass echtes, naturreines Rosenöl so kostbar und für Parfumhersteller unersetzlich ist. Rosen in der Küche, zum Beispiel in Desserts sind meine Sache dennoch nicht. Das mag daran liegen, dass dem schönen Duft der Rosen meist geschmacklich nichts Adäquates folgt.


Kann auch sein, dass mir die entsprechenden Geschmacksknospen auf der Zunge fehlen. Für mich schmecken Rosenblüten weder süß, noch salzig und auch nicht bitter. Würde das Auge nicht mitessen, würde vermutlich niemand merken oder gar schmecken, wenn ein paar Rosenblüten Dessert, Kuchen oder Likör aufpimpen. Wirklich nicht. Das klappt auch nicht mit Tee, der mit Rosenknospen oder Blütenblättern von Rosen aufgehübscht wurde. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Statt echter Rosen duftet oft nur künstliches Rosenaroma

Woher sollte der Geschmack von Rosen auch kommen? Bedenken Sie: Aus vier Tonnen Rosenblüten wird nur etwa ein Liter Rosenöl gewonnen, genauer gesagt destilliert. Wie sollen dann eine kleine Handvoll Rosenblätter im Dessert für ein rosiges Aroma sorgen? Das funktioniert wohl nur, wenn ein synthetisch hergestelltes, künstliches Aroma Verbrauchern Rosen vorgaukeln, wo in Wahrheit nie welche gewesen sind. Wenn Sie bedenken, wie teuer echtes Rosenöl ist, wäre alles andere auch verwunderlich.

Rosenwasser und echter Rosenzucker aus der eigenen Küche

Eine Alternative für ambitionierte Kuchenbäckerinnen, die auf das Aroma der Rosen in der Küche nicht verzichten möchten, ist selbstgemachtes Rosenzucker. Sie verwenden es wie Puderzucker zum Bestäuben von Kuchen oder Kleingebäck und mit etwas Glück und einer guten Nase genießen Sie zum Dessert tatsächlich den Duft von Rosen.

So stellen Sie Rosenzucker in der eigenen Küche her:

Vermischen Sie 100 Gramm Rosenblätter mit 100 Gramm Zucker und mixen Sie beides zusammen in einem starken Küchenmixer oder mit einem Stabmixer. Füllen Sie den Rosenzucker anschließend in ein dicht schließendes Glas und lassen Sie ihn gut vier Wochen im Dunklen reifen. Danach ist der Rosenzucker fertig und kann verwendet werden, beispielsweise zum Bestäuben von Feingebäck.

Echtes Rosenwasser bekommen Sie dagegen in der Apotheke. Es wird traditionell zum Aromatisieren von Marzipan verwendet. Vorsicht: Rosenwasser hat tatsächlich ein sehr intensives Aroma. Verwenden Sie es nur sparsam, am besten nur tropfenweise.

Weitere Blumenbilder mit alten Rosen


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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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