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Letztes Jahr wuchs eine selbst gezogene Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) im Pflanzkübel im Eingangsbereich und sorgte dort im Laufe des Sommers für einen über zwei Meter hohen Sichtschutz und blühte bis zum Frost. Thunbergia ist wirklich eine prächtige Kletterpflanze, sofern sie stets genügend Wasser und Nahrung hat. An heißen Tagen komme ich kaum hinterher mit dem Gießen, deswegen habe ich die Schwarzäugige Susanne dieses Jahr auch direkt ins Beet gepflanzt. Genauer gesagt waren es drei Pflanzen an den zwei Baumpfählen rechts und links des Maulbeerbaums. Spaßeshalber hatte jede Schwarzäugige Susanne eine andere Blütenfarbe: Gelb, Orange und dunkles Zinnoberrot. Und weil ich dieses Jahr erst spät auf den Gedanken kam, die Baumpfähle zu begrünen, besorgte ich diese drei, bereits blühenden, Jungpflanzen in der hiesigen Gärtnerei.

Schwarzäugige Susanne blüht in unterschiedlichen Farben.

Am bekanntesten ist sicher die Schwarzäugige Susanne mit gelben oder orangen Blüten, doch in gut sortierten Gärtnereien und im Saatguthandel gibt es auch Sorten in Aprikot, Rot und Weiß. Das macht die Pflege der Kletterpflanze, insbesondere die eigene Aussaat besonders interessant. Dabei spielte ich schon mit dem Gedanken, zumindest eine meiner diesjährigen Thunbergias auszugraben und im Haus zu überwintern. Doch wozu die Mühe, wenn die Aussaat so leicht und zuverlässig gelingt? Selbst draußen im Beet vor dem Eingangsbereich finde ich heuer immer wieder Sämlinge, die dort von alleine aufgelaufen sind und sich nun am Stahlseil der Pfeifenwinde hochwinden. Manch später Sämling blüht sogar seit dem Spätsommer.


Blumenbild Schwarzäugige Susanne

Schwarzäugige Susanne in Aprikot-Orange

Die Schwarzäugige Susanne leidet sichtlich bei Wind und Wetter.

So wuchsfreudig die Schwarzäugige Susanne auch ist, windige, nasse Standorte mag sie eher nicht. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum sie sich anfangs an den Baumpfählen des Maulbeerbaums so schwer tat. Dort oben an der höchsten Stelle des Vorgartens am Hang fegt gerne mal ein kräftiger Westwind. Anstatt nun in die Höhe zu ranken, legte sich Susanne einfach zu Füßen des Maulbeerbaums ins Beet und ließ sich von dort aus munter den Hang hinunter fallen. Auch eine Möglichkeit, eine unwegsames Beet hübsch zu begrünen – ich ließ die Schwarzäugige Susanne als Bodendecker einfach gewähren und freue mich seither über dichtes Grün und hübsche Blüten. Die darunter verborgenen Betonpflanzsteine sind fast vollständig darunter verborgen.

Die Schwarzäugige Susanne liebt einen vollsonnigen, warmen Standort mit möglichst wenig Regen und Wind. Ein geschützter Standort in Südlage ist für sie sicher ideal. Je schattiger, regenreicher, kälter oder windiger der Standort, desto weniger Blüten.

Nicht putzen, nur freuen.

Die meisten einjährigen Sommerblumen und Rosen müssen stets von Verblühtem befreit werden, sonst hören sie auf zu blühen. Nicht so die Schwarzäugige Susanne. Sie blüht auch ohne Ausputzen ohne Pause bis in den Oktober hinein, produziert dabei auch sicher jede Menge Samen, hört aber deswegen nicht zu blühen auf. Sie klettert einfach munter weiter und wenn sie oben an ihrer Kletterhilfe angekommen ist, lässt sie ihre Ranken einfach fallen und blüht dann wie eine Hängepflanze. Einfacher können Sommerblumen fast nicht sein.

Wählen Sie starke Pflanzpartner oder halten Sie gebührenden Abstand.

Die Schwarzäugige Susanne ist nicht zimperlich, was ihre Nachbarn angeht. Im Pflanzkübel unterdrückt und begräbt sie rasch alle Pflanzpartner unter sich. Dies sollten Sie unbedingt bedenken, wenn Sie Thunbergia in die Nähe anderer Sommerblumen pflanzen möchten. Halten Sie dafür genügen Abstand oder suchen Sie sich würdige, etwa gleich starke Partner aus. Falls sie im Pflanzkübel wachsen sollen, sparen Sie bitte nicht an dessen Größe.

Blumenbild Schwarzäugige Susanne

Schwarzäugige Susanne frühmorgens bei Gegenlicht

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