Böse Zungen behaupten, das Afrikanische Blauflügelchen (Clerodendrum ugandense) sei wie Unkraut. Ich dagegen bin sehr froh, dass diese afrikanische Schönheit als Kübelpflanze viel unkomplizierter zu pflegen ist, als ihre bizarre Blüte vermuten lässt.

Den ganzen Sommer über bezaubert das Afrikanische Blauflügelchen mit blauen Blüten. Die ungewöhnliche Blütenfarbe ist der Hingucker auf der Terrasse und lockt manchmal erstaunliche Insekten wie die schillernde, tief brummende, blauschwarze Holzbiene.

Im Spätherbst, wenn die Temperaturen draußen dauerhaft unter 5°C fallen, schneide ich mein Blauflügelchen radikal zurück. Es ist ein Stämmchen und die Krone schneide ich auf etwa 10 cm Astlänge zurück und stelle den Topf mit der Pflanze in den kühlen, dunklen Keller. Damit die Pflanze dort nicht anfängt vorzeitig auszutreiben, stülpe ich ihr eine braune Papiertüte über. Das klappt seit Jahren wunderbar.

Das Afrikanische Blauflügelchen ist eine völlig unkomplizierter Kübelpflanze

Während der winterlichen Ruhezeit bekommt das Blauflügelchen nur etwa alle drei bis vier Wochen etwas Regenwasser. Dabei achte ich darauf, dass kein Wasser im Untersetzer bleibt. Völlig austrocknen sollte der Wurzelballen besser auch nicht.

Im März stelle ich den Kübel schließlich ins untere Treppenhaus, wo es heller aber noch immer kühl genug ist. Wenn erforderlich, topfe ich die Pflanze zuvor noch um und gieße etwas öfter. Es dauert nicht lange bis das erste Grün erscheint. Je nach Witterung darf das Blauflügelchen auch schon früher raus auf die geschützte Terrasse. Ist Frost angesagt, wird es entweder mit Vlies umhüllt oder eben für ein paar Tage wieder ins Haus gestellt.

Ein nackter Fuß ist unerwünscht

Wie Clematis, so mag auch das Blauflügelchen keinen nackten Fuß. Deswegen lege ich ihm draußen einige Ableger von Sedum alba auf den Wurzelbereich. Sedum breitet sich dort rasant aus und beschattet den Wurzelbereich perfekt.

Weitere Wandbilder mit exotischen Blüten

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

Pin It on Pinterest

Share This