Vor vielen, vielen Jahren fiel meiner Mutter bei einem Spaziergang durch das benachbarte Dorf eine blau blühende Sommerblume auf. Der Zufall wollte es, dass die Bäuerin zugegen war und Mutters Fragen nach der Schönen sogleich beantworten konnte. Es sei blauer Lein, erklärte die Landfrau, Ableger könne sie leider keine geben, dafür jedoch Samenkörner. Lein sei, erklärte sie weiter, an Ort und Stelle recht einfach zu ziehen, nur Umpflanzen klappe nicht.

So also kam der Lein zunächst in den Allgäuer Garten meiner Mutter und später dann auch zu mir nach Franken. Seither ist Lein ein heiß begehrter Lückenfüller. Er gedeiht an trockenen Stellen wunderbar. Kommt mit Schotterlagen und brüllender Sonne zurecht. Schneidet man ihn nach dem ersten Blütenflor bodentief zurück, treibt er ein zweites Mal willig aus und blüht sechs Wochen später ein zweites Mal im Jahr.

 Zur Lein-Kollektion

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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