Diese winzigen Wildtulpen sind eine kleine Sensation. Wie zuckersüße Himbeerlutscher stehen sie im Frühlingsgarten und warten auf den wärmenden Kuss der Mittagssonne. Erst dann öffnen sich die kleinen Kelche und zeigen, was sonst noch alles in ihnen steckt: nämlich eine dunkle, fast schwarze Basis. Sie ist der Ursprung ihres botanischen Namens: Wildtulpe humilis violaceae “Black Base”.

Wildtulpen vermehren sich im Garten von ganz alleine, wenn man sie lässt.

Trotz ihrer zarten Statur gehen diese Wildtulpen im Garten nicht unter. Dafür sorgt schon ihr knalliges Himbeerpink. Die Farbe wirkt wie ein heftiger Kontrapunkt zu den Skillas und Buschwindröschen, die gleichzeitig blühen. Dennoch tut man gut daran, die Winzlinge in Sichtweite einzupflanzen und nicht etwa irgendwo versteckt am Gehölzrand. Wäre doch schade, diesen hübschen Frühlingskick fürs Auge zu verpassen.

Mit etwas Glück vermehren sich Wildtulpen im Garten von ganz alleine. Dazu sollte man die Blumenzwiebeln allerdings in Ruhe lassen und vorsorglich recht tief pflanzen, damit man sie beim Hacken nicht aus versehen erwischt und beschädigt. Ist der Boden gut drainiert und im Sommer nicht zu nass, haben die kleinen Brutzwiebeln und Samen der Wildtulpen gute Chancen sich zu entwickeln und irgendwann auch zu blühen. Vielleicht nicht direkt im Folgejahr aber nach zwei, drei Jahren bestimmt.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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