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Purpur-Königskerze. Hübsche Staude für den Naturgarten in voller Sonne

Kleine Purpur-Königskerze im Blumengarten

Violette Königskerze, Verbascum phoeniceum, ausdauernde, zierliche Staude, bis ca. 1 m hoch

Die Purpur-Königskerze, botanisch Verbascum phoeniceum, ist die kleine Schwester der mächtigen gelb oder weiß blühenden bekannten Königskerze, bot. Verbascum densiflorum. Im Gegensatz zu dieser wird die zierliche Purpur-Königskerze allerdings kaum einen Meter hoch und trägt hübsche Blüten in Violett, Rot, Weiß oder Rosa.

Beide Königskerzen sind Insektenmagneten. Die mannshohe Königskerze ist von weitem sichtbar, mit gelben oder silbrigen Blüten und samtigen Blättern. Beide sind hierzulande heimisch und wachsen in freier Natur auf trockenen, sonnigen Freiflächen und Brachen. Die Unterschiede zwischen beiden Pflanzen sind dennoch bemerkenswert.

Welche Königskerze für den kleinen Garten?

Purpur-Königskerze V. phoeniceum wird nur etwa 100 cm groß, V. nigrum bleibt mit 60 – 90 cm deutlich darunter und beide eignen sich für den kleinen Garten. Nach oben ist ja immer genügend Platz, aber unten herum bietet nicht jedes Beet genügend Fläche für die mächtigen Blattrosette der „normalen“ Königskerze. Sie ist eine Zweijährige Sommerblume, bei der die Blattrosette bereits im ersten Jahr wächst. Erst im zweiten Jahr erscheinen die langen Blütenstiele und schießen erstaunlich zügig in die Höhe.

Warum lohnt sich die Purpur-Königskerze?

Die kleine Purpur-Königskerze ist eine echte Staude (mehrjährig) und kommt jedes Jahr wieder. Sie ist eine Insektenweide und das über Wochen hinweg. Ihre purpur, roten, rosa oder weißen Blüten öffnen sich der Reihe nach von unten nach oben und bieten Bienen und Hummeln reichlich Nahrung.

Jede einzelne Blüte hält nur 1-2 Tage, aber durch den langen Blütenstiel mit vielen Einzelblüten erstreckt sich die Blütezeit über viele Wochen.

Wann und wie sät man Purpur-Königskerzen?

Von März bis August, entweder direkt im Beet oder mit Voranzucht in der Saatschale.

Verbascum-Hybriden sind Lichtkeimer. Drücken Sie den sehr feinen Samen nur an, decken Sie ihn nicht ab. Beste Keimtemperatur: etwa 20 °C. Nach dem Keimen kühler stellen.

Normalerweise erhalten sich zweijährige Königskerzen durch Selbstaussaat, deswegen liegt die Vermutung nahe, dass man auch die kleine Purpur-Königskerze gut säen kann. Allerdings habe ich bisher keine gute Erfahrungen mit ihrer Aussaat gemacht. Von einer ganzen Tüte mit 50 Samen blieben am Ende nur 3 zarte Pflanzen übrig und diese blühten auch erst im dritten Jahr und nicht, wie erwartet, im zweiten.

Ich säe die kleine Purpurkönigskerze dennoch ein zweites Mal aus. Vielleicht habe ich dieses Mal ja mehr Glück. Einen Blütenstiel lasse ich an der Pflanze reifen und schaue mal, ob sie sich am Standort selbst aussät.

Welcher Standort ist für die kleine Königskerze richtig?

Heiß, trocken, sonnig und dazu ein magerer, schottriger, kalkhaltiger Boden. Durchlässig, ohne Staunässe, das ist genau richtig für diese trockenheitsliebenden Stauden. Sie gehören zu den Gewinnern des Klimawandels und dürften bald viele Gärten mit ihren sehenswerten hohen Blütenständen erobern.

Die Staude passt gut in einen naturnah gestalteten Garten, in trockene Steppenbeete oder Freiflächen.

Welche Pflanzpartner passen dazu?

Wo sich Präriekerzen (Gaura), Fackellilien, Schönhütchen, Blauraute, Mohn, Salbei, Spornblume, Schafgarbe, Graslilie, Lavendel oder Steppenkerzen wohlfühlen, da gedeiht auch die Purpur-Königskerze.

Wann blüht die kleine Purpur-Königskerze?

Ab Mai bis Juni ab dem zweiten oder dritten Standjahr.

Wie wird die Königskerze gepflegt?

An den richtigen Standort setzen, angießen, danach einfach wachsen lassen. Schneiden Sie den Blütenstiel nach der Blüte bodentief ab. Es sei denn, die Staude soll sich aussäen, was die zweijährige Königskerze V. densiflorum auch reichlich tut.

Wie viele Pflanzen pro Quadratmeter?

Ich persönlich bevorzuge es, einzelne kleine Königskerzen als Höhepunkt zwischen andere, kleinere Stauden oder Sommerblumen zu setzen. Wenn Sie jedoch eine Gruppe pflanzen möchten, brauchen Sie sechs Exemplare je Quadratmeter.

Das Beste zum Schluss: Schnecken fressen keine Königskerzen und die Blattrosetten bleiben im Winter grün. Sind also leicht zu erkennen.

Violette Königskerze / Purpur-Königskerze, bot. Verbascum phoeniceum, eine ausdauernde, zierliche Staude. Sie wird etwa 60-100 cm groß und blüht in Violett, Rot, Rosa oder Weiß.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.
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