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Geliebte Primeln, Glück und Farbe im Halbschatten

Geliebte Primeln, Glück und Farbe im Halbschatten

Rote Gartenprimel, Bienenpflanze und pflegeleichte Staude

Primeln, sind heimische Stauden. Es sind die Schwestern der bekannten gelben Schlüsselblumen, bot. Primula veris, nur größer und mit anderen Blütenfarben. Neuere Züchtungen, wie Primula vulgaris ‘Rote Auslese’ sind besonders für den Naturgarten geeignet. Sie sind absolut pflegeleicht, vermehrungsfreudig und gartentauglich. Bienenfreundlich ist die Frühlingsblume obendrein. Lauter gute Gründe, sie hoch zu loben und in den eigenen Garten zu holen.

Wie und wo werden Primeln im Garten verwendet?

Gartenprimeln sind echte Frühlingsboten. Ihre Aufgabe ist es, Farbe und Aufmerksamkeit in halbschattige Beete und dunklere Gartenecken zu lenken. Während auf der Sonnenseite des Gartens von Ende März bis Mitte Mai Tulpen das Fest der Farben feiern, malen Primeln über gut 4-6 Wochen den Halbschatten bunt. Es lohnt sich, dort möglichst viele Pflanzen zu setzen, denn in lockeren Gruppen wirken sie besonders schön und halten zusätzlich Unkraut in Schach.

Ist der Primelbestand groß genug, und das geht sehr fix, kann man mit ihnen schnell und günstig einige laufende Meter Beetrand bepflanzen. Das sieht hübsch aus und bildet zugleich einen tollen Rahmen für zeitgleich blühenden Zwiebelgewächse und Frühlingsblumen wie Sommerknotenblumen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Hundszahn, Lungenkraut, Schachbrettblume oder das Tränende Herz.

Auf Baumscheiben wirken Primeln auch sehr gut und halten dort mit ihrem dichten Wurzelwerk ebenfalls Unkraut in Schach.

Gartenprimel `Rote Auslese’ vor einer Gruppe kleiner Narzissen. Traubenhyazinthen mischen zu dieser Zeit überall im Garten kräftig mit. Sie lassen sich quasi nicht vermeiden, sehen aber hübsch aus.

Oder Sie pflanzen Primeln in eine Wiese, noch besser in eine Böschung – so wie am Naturstandort der Schlüsselblumen. Besonders hübsch wirken die Frühlingsboten, wenn unterschiedliche Sorten / Farben in lockeren Gruppen nebeneinander wachsen, zusammen mit botanischen Narzissen. Im Mai sollten Sie diese Wiese allerdings nicht mähen, sondern warten, bis das Laub der Narzissen von alleine welk geworden ist.

Welcher Standort ist richtig?

Halbschatten, nahrhafter, gerne auch feuchter Lehmboden. Normaler Gartenboden geht ebenso, wichtig ist, dass der Boden im Sommer nicht völlig austrocknet. Wenn doch, ziehen die Pflanzen den Sommer über komplett ein und hinterlassen dann eine Lücke. Ganz ähnlich wie Orientalischer Mohn / Türkenmohn.

Wie werden Gartenprimeln gepflegt und gedüngt?

Gartenprimeln sind absolut pflegeleicht. Stimmt der Standort und ist der Boden feucht genug, bleiben die Blätter die ganze Saison grün. Allerdings leiden sie im Sommer unter Hitze und Trockenheit deutlich. Es ist kein Fehler, sie dann bodentief abzuschneiden und auf den Neuaustrieb zu warten.

Geben Sie Gartenprimeln im zeitigen Frühling eine kleine Gabe organischen Staudendünger oder Kompost. Hornspäne sind eine gute Alternative.

Verwenden Sie bitte kein Blaukorn, denn er enthält zu viel Stickstoff, das das Blattwachstum und nicht die Blüten fördert. Zudem macht Blaukorn die Triebe weich und ist schlecht für die Umwelt.

Rote Gartenprimel, begehrte und gut besuchte Bienenweide und pflegeleichte Staude

Wie werden Primeln vermehrt?

Wenn man sie lässt, vermehren sich Primeln durch Selbstaussaat von ganz alleine. Stehen verschiedene Sorten nahe beisammen, ergeben sich Bastarde, allerdings in mitunter “komischen” Farben. Wenn Sie das vermeiden wollen, wozu ich rate, schneiden Sie Verblühtes zeitnah ab.

Sehr viel einfacher ist das Teilen der Stauden. Sie erhalten so von einer Pflanzen identische Tochter- bzw. Jungpflanzen. Wie das Teilen der Primeln genau funktioniert, erkläre ich Schritt für Schritt im Gartenblog nebenan.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.
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