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Mein alter Biologielehrer legte den Grundstein

Seit meiner frühesten Kindheit liebe ich Blumen. In der fünften Klasse des Gymnasiums lenkte ein damals schon „uralter“ Biologie-Lehrer meinen Blick auf den großartigen Bauplan der Blüten. Sommers duften wir Schüler morgens Blumen vom Wegrand zum Unterricht mitbringen. Mit den Schlüsselblumen fing es schon früh im Jahr an und anschließend blühte nach und nach alles auf, was feuchte Allgäuer Wiesen so zu bieten hatten: Kuckucksblumen, Storchschnabel, Klappertopf, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn, Hahnenfuß, Margerite, Glockenblume, Akelei, Klee und wie die schönen Wiesenblumen alle heißen. In der Schule „studierten“ wir zunächst alle Pflanzen, zeichneten sie in ein spezielles Heft, beschrieben sie in allen Einzelheiten und pressten sie anschließend in ein Herbarium. Wohlgemerkt: dies alles geschah bereits in der fünften bis siebten Klasse. Das prägt!

Der erste Mitmach-Garten war wild und pflegeleicht

1980 bekam ich meinen ersten (fast) eigenen Garten. Jung und frisch verheiratet lebten wir in einem alten Forsthaus im Nürnberger Land. Zwischen allerlei Kirschbäumen gab es reichlich Platz für Gemüsebeete und direkt am Haus entlang ein lang gestrecktes Rosenbeet. Um das alles kümmerten sich weitgehend der Förster und seine Frau, die mir jedoch mit der Zeit immer mehr Platz für eigenen Blumen und meine erste eigene Kletterrose einräumte. Eine Rosarium Uetersen, die zwei Jahre später mit umgezog.


Im zweiten Garten wuchsen Gemüse satt, Stauden und viele Rosen

Am neuen Ort war der Garten ein völlig anderer. Idyllisch gelegen an einem Fischweiher, mitten im Dorf, mit direktem Blick auf Festplatz und Grundschule. Als ich den Garten übernahm lag hinterm Haus eine öde Sandwüste und vor dem Haus eine Kinderspielwiese mit Platz für Schaukel, Rutsche, Sandkasten und einem großem Planschbecken im Sommer. Rund herum eher langweiliges Allerweltsgrün und ein uralter Apfelbaum. Wenige Jahre später bedeckte die damals mit umgezogene Rosarium Uetersen eine selbstgebaute Pergola an allen Seiten und oben drüber. Also vier mal vier mal vier Meter insgesamt. Ein atemberaubendes pinkes Erlebnis zur Blütezeit.

Mein dritter Garten ist Pflanzenreich und Fotostudio in einem.

15 Jahre später zogen die Kinder und ich wieder um, ließen die ehemalige Sandwüste, aus der längst ein kleiner Rosen- und Staudengarten plus Gemüse- und Obstgarten geworden war, hinter uns, verschenkten das Gewächshaus an einen lieben Nachbarn und zogen sieben Kilometer weiter ins neu gebaute eigene Haus. Der Garten zum Haus ist zwar kleiner als seine Vorgänger und durch seine Hanglage schwierig anzulegen, aber er gehört mir und das ist wohl das allerbeste daran. Die Kinder sind inzwischen groß und so kann ich mich im Garten voll und ganz meiner größten Leidenschaft widmen: Rosen & Stauden.

Was vor mehr als vierzig Jahren mit dem Zeichnen der Blumen begann, führe ich seit gut acht Jahren mit der Kamera fort. Pflanzen, die ich im Garten hege und pflege, sind meine liebsten Fotomodelle. Wir kennen uns schließlich von Anfang an. Ich kenne ihre Eigenheiten, weiß ziemlich genau an welchem Morgen sie erblühen werden und wann ihre Blüten deswegen noch makellos sind. Sofern Petrus keinen Strich durch die Rechnung macht.

Mein Blumenbild des Tages ist mein Fotoblog. Im Laufe eines Blumenjahres zeige ich hier fast täglich ein neues Motiv. Wenn Sie Blumen mögen, finden Sie hier allerlei Blumenbilder zum Anschauen. Wenn Sie jedoch das ein oder andere Motiv als Leinwandbild, Kunstdruck, Fototapete, Kissen, Tuch oder digitale Bilddatei kaufen möchten, klicken Sie bitte rüber zu Nature to Print … und alles blüht auf!

Aufgang zum Garten


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Das hat geklappt. Vielen Dank.