Auf dem Weg zum Rosenzüchter in Altdorf sind wir an diesem Bio-Kornfeld vorbei gekommen. Klatschmohn und Kornblumen wohin das Auge schaut. Einfach toll.

Wo Mohn und Kornblumen wachsen ist die Welt noch in Ordnung

Nur der Zufall hat mich zu diesem Feld geführt. Heutzutage sind solche Felder leider sehr rar gesät, im wahrsten Sinn des Wortes. Wo Glyphosat das Feld bereitet, haben Mohn und Kornblumen einfach keine Chance mehr. Der Bauer steigert kurzfristig seinen Ertrag, hat weniger Mühe und muss sich vor seinen Abnehmern nicht wegen der Beisaat rechtfertigen. Aber ist es das alles auch wert? Vom Beikraut befreite Äcker sind tote Äcker. Ihnen fehlen nicht nur Mohn und Kornblumen, sondern auch die begleitende Fauna, die für das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen sorgt. Wo keine Feldlerchen mehr nisten, haben Raupen, Läuse und Käfer leichtes Spiel. Genau das ist die andere Seite des ach so praktischen Glyphosat.

Der Bauer dieses Feldes hat dagegen alles richtig gemacht. Lässt Mohn und Kornblumen und auch Kamille in seinem Getreideacker blühen. Natur darf Natur sein und auch die Bodenbrüter haben genug Raum für die Aufzucht ihrer Küken. Gut gemacht. Dankeschön.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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