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Vor vielen, vielen Jahren fiel meiner Mutter bei einem Spaziergang durch das benachbarte Dorf eine blau blühende Sommerblume auf. Der Zufall wollte es, dass die Bäuerin zugegen war und Mutters Fragen nach der Schönen sogleich beantworten konnte. Es sei blauer Lein, erklärte die Landfrau, Ableger könne sie leider keine geben, dafür jedoch Samenkörner. Lein sei, erklärte sie weiter, an Ort und Stelle recht einfach zu ziehen, nur Umpflanzen klappe nicht.

So also kam der Lein zunächst in den Allgäuer Garten meiner Mutter und später dann auch zu mir nach Franken. Seither ist Lein ein heiß begehrter Lückenfüller. Er gedeiht an trockenen Stellen wunderbar. Kommt mit Schotterlagen und brüllender Sonne zurecht. Schneidet man ihn nach dem ersten Blütenflor bodentief zurück, treibt er ein zweites Mal willig aus und blüht sechs Wochen später ein zweites Mal im Jahr.


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2 comments

  1. 03.06.2009 at 19:22 Gundula

    Das ist ein schöner Empfang – als Kind habe ich die Samenkapseln des Leins bewundert. Freunde hatten ihn im Garten…

  2. 03.06.2009 at 19:40 Fiona

    Ja, der blaue Lein ist schon sehr dankbar. Wenige Samen genügen und den Rest besorgt Mutter Natur. Er geht auf, wo es ihm gefällt und wenn mir die Stelle nicht passt, kann ich das Pflänzchen auch leicht versetzen. Sehr empfehlenswert für jeden Garten.

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Das hat geklappt. Vielen Dank.