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Heute wäre der 81. Geburtstag meiner Mutter. Zeit ihres Lebens liebte sie Blumen über alles, insbesondere Orchideen. Weil sie so dankbar sind, pflegte Mutter zu sagen. Was liegt näher, ihr zum Geburtstag eine besonders schöne Orchidee zu schenken. Keine vom Discounter, sondern vom Floristen – wenn schon der Weg zum Orchideenzüchter zu weit ist.

2011 schenkte ich ihr diese große weiße Phalaenopsis zum Geburtstag. Es sollte Mutters letztes Geburtstagsgeschenk gewesen sein. Denn ein halbes Jahr später starb sie. Unerwartet früh. Aber von ihr selbst durchaus herbei gesehnt. Ihren 80. Geburtstag hat sie nicht mehr erlebt. „Da habe ich aber noch mal Glück gehabt“, höre ich meine Muttern jetzt kichern, „Kuchen backen, Hektik und der nervige Besuch vom Bürgermeister sind so mir erspart geblieben. Bloß schad‘ ums Schäufele. Ihr müsst das jetzt alleine essen und anschließend auf mein Wohl anstoßen.“ Mutter sitzt garantiert auf Wolke sieben und genießt ihr beschwerdeloses Dasein, sofern das mit dem Jenseits wie gewünscht geklappt hat.


Die große Phalaenopsis-Orchidee lebt seither auf meiner Fensterbank und bekommt gerade eine neue Blütenrispe. Die warmen Sommermonate über hat sie in der Sommerfrische auf der schattigen, überdachten Terrasse verbracht. Sie wurde umgetopft, bekam regelmäßig Regenwasser und hin und wieder ein Quantum Orchideendünger. Jetzt bin ich sehr gespannt auf ihre neuen Blüten. Ob sie wieder so prächtig blüht wie in dem Jahr, als sie das letzte Geburtstagsgeschenk meiner Mutter war? Das Ergebnis sehen Sie demnächst an dieser oder jener Stelle.


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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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