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Anders als viele Tulpensorten, vermehren sich Narzissen im Laufe der Jahre recht zuverlässig. Gerade die kleinen, einfachen Sorten wie die beliebten Dichternarzissen breiten sich gerne aus, sofern ihnen der Standort gefällt und der Gärtner ihnen eine Chance zum Wachsen und Gedeihen gibt. Dazu gehört das baldige Abknipsen der verblühten Blüte und das Stehenlassen der Blätter, bis sie von alleine welk und trocken geworden sind. Letzteres ist eine besondere Überlegung wert: Wo im Garten stören die recht langsam verwelkende Blätter nicht?

Wo ist der beste Standort für Narzissen?

Der Rasen scheidet als Narzissen-Standort von vorne herein aus, es sei denn, es ist eine Blumenwiese, die ohnehin erst Ende Juni geschnitten wird. In normalen Beeten wird’s ab Mitte Mai eher eng für verwelkende Narzissen, weil die Gärtnerin den Sommerflor (Dahlien und andere Sommerblumen) setzen will oder aber weil die Rosen langsam aber sicher größer werden. Nicht jedem gefällt es, wenn alles wild durcheinander wächst.


Was der Gärtner nicht sieht, nervt ihn nicht und treibt ihn nicht an.

Ein guter Platz für Narzissen ist dagegen zwischen den spät austreibenden Hostas oder Frauenmantel. Je größer diese Blattschmuckstauden werden, desto mehr Narzissenblätter scheinen sie dabei zu „verschlucken“. Das Grün kann in aller Ruhe unter dem dichten Blätterdach verwelken ohne unserem eigenen Anspruch auf einen „aufgeräumten“ und „gepflegten“ Garten zu stören.

Blumenbild Dichternarzissen

Dichternarzissen, es heißt, sie standen schon in Goethes Garten.

 

Nicht pflegen, bringt den größten Narzissen-Segen.

In meinem Garten tummeln sich die meisten Narzissen im hinteren Bereich. Dort, wo das Haus noch bis Anfang April lange Schatten wirft und wo die aufgehende Morgensonne oder Spätnachmittagssonne nur ein kurzes Intermezzo hält. Die lehmige Erde bleibt dort nach dem Winter noch sehr lange feucht, was das allzu frühe Gärtnern so ziemlich unterbindet. Genau das scheint den Narzissen zu gefallen: Sie wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden und, sobald ihre Blätter erscheinen, etwas organischen Dünger. Mehr nicht.

Auch im Kübel ist Platz für hübsche Narzissen.

Wer weder Hostas noch Frauenmantel im Garten hat, kann Narzissen auch sehr gut in Blumenkästen oder Kübel pflanzen. Der „Trick“ dabei ist, sie den Winter über etwas geschützt aufzustellen und nicht völlig austrocknen zu lassen. Das kann dicht an der Hauswand, im Schuppen oder in Garage sein. Sobald die Narzissen austreiben, müssen sie ans Licht. Und wenn sich schließlich Knospen zeigen, dann gehört so ein prächtig blühender Blumenkübel dorthin, wo sie ihn sehen und lange Zeit genießen können. Auch ein liebevoll bepflanzter mobiler Garten kann wunderschön sein.

Blumenbild Strahlendweiß

Strahlendweiß

Tipp: Verkneifen Sie sich bunt bestückte Kübel, in denen gleichzeitig Narzissen, Krokusse, Tulpen und anderen Blumenzwiebeln blühen sollen. So was sieht nur in Gartenkatalogen gut aus – weil dort gerne geschönt wird und die Blumen hübsch adrett nebeneinander stehen. In Wahrheit ist so ein Kübel meist zu eng für ein sehenswertes Nebeneinander der einzelnen Blüten. Statt dessen bekommen die bedrängten und in einander verkeilten Blumen lange Hälse und schreien nach Platz und Licht.


Und was sagen Sie dazu?

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Das hat geklappt. Vielen Dank.