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Von wegen langweilig! Dieses Alpenveilchen ist sehr besonders. Es konnte sich nicht entscheiden, ob es lieber pink oder weiß sein wollte und führte die Grenze zwischen beiden Farben mitten durch die Blüte. Das nenne ich verwegen. Zumal nur eine einzige Blüte dieses Alpenveilchens so besonders ist. Alle anderen Blüten sind weiß.

Das Drama der Alpenveilchen in modernen Zeiten

Das Drama an Alpenveilchen ist, sie brauche kühle Temperaturen und mögen weder Ballentrockenheit, noch nassen Füße. Ein typisches Wohnzimmer und selbst das Büro ist ihnen schnell zu warm. Das heißt aber nicht, dass Sie völlig auf die schönen Zimmerpflanzen verzichten müssen. Wobei schon die Bezeichnung Zimmerpflanze nicht ganz richtig ist. Alpenveilchen tragen schließlich ihre Herkunft im Namen: die Alpen – allerdings sind damit die Alpen der Türkei und Persiens gemeint. Einige Cyclamen-Sorten fühlen sich tatsächlich draußen viel wohler. Gut sortierte Staudengärtnereien führen spezielle Garten-Alpenveilchen für Steingärten und gut drainierte Beete. Fragen Sie danach.

Im Spätherbst beginnt das Drama der Zimmer-Alpenveilchen: Sie sterben in Massen, weil niemand sich die Mühe macht, die hübschen, aber anspruchsvollen Topfpflanzen richtig zu pflegen.

Zimmer-Alpenveilchen, die im Winter zu Tausenden in Gartencentern, Baumärkten und selbst beim Discounter verkauft werden, sind dagegen meist nur kurzlebige Hybriden des Cyclamen persicum. Sicher, mit der richtigen Pflege, würden sie auch länger überleben, doch die wenigsten Verbraucher kennen und berücksichtigen die Bedürfnisse dieser ausgesprochenen Kalthaus-Pflanzen.

Unsere Großeltern hatten es da schon deutlich einfacher. Ihre Zimmeralpenveilchen standen das ganze Jahr über im ungeheizten Schlafzimmer oder im kalten, hellen Treppenhaus. So blühten sie Jahr für Jahr und wurden dabei immer üppiger. Doch wo Wohnungen einheitlich auf mollige 21° C gehalten werden, haben Kalthaus-Pflanzen wie eben Cyclamen, Clivien und Azaleen keine Chance, längerfristig zu überleben. Wirklich schade.

Retten Sie Ihr Zimmer-Alpenveilchen, pflegen Sie es richtig.

Wenn Sie Ihr Zimmer-Alpenveilchen lieben, gönnen Sie ihm einen möglichst hellen, aber kühlen Platz bei 10 bis 18 Grad. Ein Nord- oder Ostfenster sind dafür ideal. Gießen Sie die Pflanze fast täglich – am besten von unten. Stellen Sie den Topf dazu etwa für 10 Minuten in eine flache Schüssel mit Regenwasser. Wenn Sie von oben gießen, sollte die Knolle möglichst trocken bleiben, sie fault sonst schnell. Nachdem sich der Erdballen mit Wasser vollgesogen hat und anschließend auch ein paar Minuten Zeit hatte, überschüssiges Wasser wieder los zu werden, darf das Zimmer-Alpenveilchen zurück in den Übertopf. Dort steht es am besten auf einer drei Zentimeter dicken Schicht Tongranulat (Seramis). Die Drainage bindet überschüssiges Gießwasser und erhöht gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit.

Zimmer-Alpenveilchen vertragen weder Staunässe, noch einen vollkommen ausgetrockneten Wurzelballen.

Düngen Sie Ihr Alpenveilchen während seiner Wachstumsperiode und zur Blüte von Oktober bis März wöchentlich mit Flüssigdünger oder noch einfacher mit Düngestäbchen.

Im Sommer ziehen sich die meisten Zimmeralpenveilchen zurück. Das heißt, die Blätter welken und übrig bleibt nur die Knolle, die zur Hälfte aus der Erde ragt. Sorgen Sie dafür, dass die Erde im Topf nicht völlig austrocknet und die Knolle zu Schrumpfen beginnt. Ansonsten macht das Zimmer-Alpenveilchen jetzt ein paar Wochen Sommerpause – gerne auch draußen an einem schattigen Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon.

Sobald sich im September / Oktober frisches Grün auf der Knolle zeigt, topfen Sie die Pflanze vorsichtig in frische Einheitserde oder Blumenerde-Seramis-Mix um. Die Knolle muss dabei wieder zur Hälfte aus der Erde schauen. Achten Sie darauf, möglichst wenig Wurzeln zu beschädigen und gießen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen kräftig an.

Weitere Blumenbilder mit Alpenveilchen

1 comment

  1. 01.03.2012 at 08:34 Jenny

    Schöne Blume, mit einer wirklich leuchtenden Farbe. Wirkt sehr fröhlich.

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Das hat geklappt. Vielen Dank.

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