Blauer Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas und mit ihr ist wirklich nicht zu spaßen. Es hilft aber nichts, sie aus dem Garten zu verbannen. Dort tummeln sich ja viele weitere Giftpflanzen, was viele Gartenbesitzer überhaupt nicht ahnen. Klären wir daher mal über Gefahren auf und wie Sie und ich mit ihnen am besten umgehen sollten.

Blauer Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas.

So etwas spricht sich natürlich auch in dubiosen Kreisen herum. Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) wurde tatsächlich schon häufig zum Ermorden lästiger Mitmenschen verwendet und einige haben sich wohl auch selbst mit Eisenhut umgebracht. Was sicher kein angenehmer Weg ist, aus dem Leben zu scheiden. Der Vergiftete bekommt zunächst prickelnde Lippen und eine taube Zunge. Es folgen Lähmungen im Gesicht, Schwindel, Ohrensausen, dann plagen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und entsetzliche Bauchschmerzen. Ist die Dosis hoch genug (1,5 bis 5 mg getrocknete Wurzeln genügen), ist blauer Eisenhut tödlich. Die tödliche Wirkung tritt, je nach Dosis, schon nach einer halben bis drei Stunden nach der Einnahme ein. Der Mensch stirbt letztendlich an Atemlähmung und Herzversagen.

Unter Gärtnern gilt: Eisenhut immer nur mit Handschuhen anfassen, denn das Gift Aconitin verursacht nicht nur fiese Hautausschläge, sondern vergiftet gleich den ganzen Körper. Also Finger weg vom Blauen Eisenhut und besser nur aus der Ferne genießen.

Giftpflanzen im Garten

Wer Kinder hat, klärt sie am besten frühzeitig über die Gefahren von Giftpflanzen auf. Das gilt nicht nur für Pflanzen im eigenen Garten. Doch wer meint, er sei aus dem Schneider, nur weil kein Eisenhut im Garten wächst, der täuscht sich. Der Garten ist voller Giftpflanzen, die zwar nicht ganz so giftig wie der Eisenhut sind, aber dennoch sehr gefährlich: Primeln, Narzissen und Tulpen, Goldregen, Thuja, Kirschlorbeer, Christrosen und Chrysanthemen, um nur einige wenige beliebte Gartenpflanzen zu nennen.

Für alle Giftpflanzen gilt: Nur wer die Gefahren kennt, lernt damit richtig umgehen und für alle gilt: Man steckt nicht einfach so etwas in den Mund, nur weil es scheinbar so harmlos im Garten oder anderswo wächst!  Und man reißt nicht einfach mal so irgendwelche Blätter ab, nur weil einem gerade danach ist. Mit Glück führt dieses unvorsichtige Handeln nur zu Bauchweh oder Hautausschlag, mit Pech könnte man davon auch sterben oder lebenslang geschädigt sein.

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Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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