Ein Heer aus blau behelmten Muscari bewacht den Imperator: die Kaiserkrone. Er ist zur Zeit der unangefochtene Herrscher im Frühlingsgarten. Hoch über Tulpe, Narzisse und Hyazinthe weht sein grüner Schopf und die leuchtend orangen Glockenblüten.

Wie werden Kaiserkronen richtig gepflanzt und gepflegt?

Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) sind im Garten einfach zu pflegen. Sie brauchen einen durchlässigen Boden ohne Staunässe und einen warmen, sonnigen Standort. Ist beides gegeben, setzen Sie im August ihre dicken Blumenzwiebeln etwa 25 cm tief. Von einer Kaiserkrone zur nächsten sollten mindestens 25 cm Pflanzabstand sein. Ich bevorzuge allerdings den Einzelstand und umringe die prachtvollen, hohen Majestäten lieber mit Tulpen und jede Menge Narzissen. Das harmoniert auch farblich sehr gut.

Düngen Sie am besten mit Kompost oder mit schnell wirkenden, organischen Blumenzwiebeldünger (oder Tomatendünger) im zeitigen Frühling. Also sobald der grüne Schopf aus der Erde blitzt. Von da an wachsen Kaiserkronen nämlich rasend schnell, entsprechend hoch ist der Nährstoffbedarf.

Schneiden Sie nach der Blüte diese kurz oberhalb des darunter liegenden Blattschopfes ab. Lassen Sie den Stängel jedoch stehen, bis dieser von alleine welkt.

Welche Schädlinge können auftauchen?

Die Kaiserkrone ist ein Liliengewächs und wird daher ab und zu von Lilienhähnchen heimgesucht. Die länglichen knallroten Käfer fressen schon Ende März Löcher in die Blätter. Im naturnah gestalteten Garten, in dem auch reichlich Platz für Vögel ist, sind Lilienhähnchen selten ein größeres Problem. Wenn doch, sammeln Sie die Viecher ab, was allerdings nicht ganz so einfach ist. Sie lassen sich nämlich bei Gefahr einfach auf den Boden fallen.

Machen Sie sich dieses Verhalten zunutze: Halten Sie eine leere Konservendose unter die Käfer und machen Sie sich erst dann bemerkbar. Mit Glück fallen die Lilienhähnchen direkt in die Dose. Später im Jahr erscheinen die grau grünen Larven der Lilienhähnchen. Auch für sie gilt: entweder absammeln oder Vögel einfach mal machen lassen.

Ist die Kaiserkrone winterhart?

Kaiserkronen sind von Natur aus winterhart. Aber wenn die Frühlingsblumen schon Anfang März und damit eigentlich viel zu früh austreiben, werden auch sie von den nächsten Frostnächten überrascht. Die Pflanzen überstehen 5-6 Minusgrade, beugen sich dabei tief hinunter, aber mit etwas Glück, stehen sie nach so einer Frostnacht auch wieder auf. Nicht immer, aber in der Regel doch.

Schützen Kaiserkronen vor Wühlmäusen?

Es heißt, Kaiserkronen würden durch den Knoblauchgestank ihrer Zwiebeln Wühlmäuse vertreiben. Ich fürchte, das ist Gärtnerlatein. Wohl lassen die fiesen Nager diese Blumenzwiebeln selbst in Ruhe, zwei Meter weiter lassen sie sich dennoch alles schmecken, was ihnen vor die Zähne kommt.

Weitere Wandbilder mit Kaiserkronen

Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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