Mit den Staudenastern ist das so eine Sache. Entweder Sie haben wüchsige Sorten im Garten, dann wandern sie gerne und müssen laufend in Schach gehalten werden. Oder Sie haben Astern, die hoch hinaus wollen und dafür unten herum ab Spätsommer nackig in den Beeten stehen. Auch nicht schön. Und dann gibt es auch noch standfeste Astern, die sich im Beet extrem breit machen. Dazu gesellen sich gottlob aber auch sehr hübsche und zugleich manierliche wachsende Astern, beispielsweise wie Myrthen- und Teppichastern. 

Staudenastern sind unentbehrlich im Blumengarten

Bei dieser hübschen Staudenaster (Bild oben) hatte ich Glück. Sie bleiben ihrem Standort treu, sind vielleicht fünfzig Zentimeter hoch und blühen schon ab Ende Juni. Der Zufall ließ Goldmohn in der Nähe aufgehen und so ergänzen sich ihre komplementären Farben in schönster Weise.

Davon ganz abgesehen sind Staudenastern in jedem Blumengarten einfach unentbehrlich. Ihre Blütezeit reicht von Ende Juni bis in den Spätherbst hinein – geschickte Sortenauswahl macht es möglich. Teppichaster Snow Flurry breitet ihren weiten, weißen Blütenteppich erst Ende September / Oktober aus. Ebenso hält es die großartige, hohe Myrthenaster mit ihren klitzekleinen weißen Sternchenblüten. Pinke und violette Kissenastern säumen Wege und passen fabelhaft in die Mixed Border. Abwechselnd mit Herbstmargeriten, Chrysanthemen und den letzten Rosen schicken sie im Herbst meinen Garten noch einmal in die Verlängerung – was für ein Trost und Glück zugleich.

Myrthenaster Snow Flury im Garten von Nature to Print

Myrthen-Aster bzw. Glattblatt-Aster mit winzigen Blüten. Sie blüht ab September und wird an einem guten Standort etwa 120 cm hoch

Astern sind ergiebige Bienenweiden.

Wie Staudenastern vermehren?

Staudenastern lassen sich sehr einfach teilen und so vermehren. Dazu heben Sie die Staude mit einem Spaten oder mit einer Grabegabel aus der Erde. Schütteln Sie die Erde ab und dann ziehen Sie den Wurzelstock mit den Händen in mehrere Teilstücke. Nur wenn der Wurzelstock stark ineinander verwoben ist, brauchen Sie zum Teilen einen Spaten (Myrthenastern im Lehmboden). In der Regel reicht jedoch einfaches Ziehen.

Aufgepasst: Aus jedem kleinen Wurzelstück mit einer Sprosse entsteht in kürzester Zeit eine komplette Pflanze. Astern sind bekannt für Wuchskraft und Verbreitungswillen.

Zudem säen sich Astern, ähnlich wie Akeleien, gerne selber aus. Einmal im Garten, finden Sie jedes Jahr Jungpflanzen an neuen Stellen. Bei schönen Sorten nehmen Sie das sicher gerne in Kauf.

Was tun gegen Mehltau an Astern?

  1. Wählen Sie resistente Sorten und lassen Sie sich entsprechend beraten. Eine gute Staudengärtnerei empfiehlt Ihnen sicher gesundes Staudenastern für Ihren Standort.
  2. Wenn Mehltau im Frühsommer zum ersten Mal auftritt, schneiden Sie die Pflanze radikal zurück. Mitte Mai sollten Sie Astern ohnehin zurückschneiden, damit sie buschiger und standfester wächst. Stichwort Chelsea-Schnitt.
  3. Danach erscheint Mehltau normalerweise nicht wieder. Wenn doch, dann spritzen Sie die Pflanzen mit einer Mischung aus Vollmilch und Wasser im Verhältnis 2 zu 10. Spritzen Sie damit betroffene Blätter an mehreren Tagen hintereinander.

Noch mehr Tipps zu späten Staudenastern lesen Sie im Schwesterblog Blumenbilder.org.

Sind alle Astern Staudenastern?

Nein. Astern gibt es auch als einjährige Sommerblume mit oft recht großen Blüten. Perfekt für den Vasenschnitt.

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