Der Türkenbund (Lilium martagon) ist eine heimische Lilie (Lilium martagon), die allerdings in freier Natur besonders geschützt ist und nicht gepflückt oder ausgegraben werden darf. Wenn Sie die schöne Lilie im Garten kultivieren möchte, findet ihre Knollen jedoch zuhauf und in vielen Variationen beim Blumenzwiebelhändler seines Vertrauens.

Viel Aberglaube rund um den Türkenbund

Früher glaubte man, Kühe würden besonders schöne gelbe Butter geben, bekämen sie die Türkenbundzwiebeln zu fressen. Andere glaubten, die Lilie mit den Turbanblüten würde gegen Hämorrhoiden helfen. Überhaupt galt dieses Zwiebelgewächs als Allheilmittel gegen alle Zipperleins. Diese Zeiten sind gottlob vorbei.

Wie und wo die Türkenbundlilie im Garten wächst

Heute pflanzt der Gärtner Türkenbundlilien als Besonderheit in den Garten und freut sich dann zwischen Juni und September über exotische Blütenpracht auf stattlichen Stielen. Am schönsten wirken die, je nach Sorte bis zu zwei Meter hohen Lilien, vor dunklem Hintergrund, beispielsweise vor Hecken.

Welcher Standort ist richtig?

  • Der Boden kann leicht kalkhaltig, aber auf jeden Fall locker und nährstoffreich sein.
  • Geben Sie ins Pflanzloch etwas Schotter und/oder Sand damit Regenwasser gut abfließen kann. Die schuppige Lilienzwiebel verträgt, wie alle Zwiebelgewächse, keine Staunässe.
  • Pflanzen Sie die Zwiebeln spatentief. Sitzt sie nicht tief genug, entwickelt die Lilienzwiebel Zugwurzeln, um die Pflanze noch besser zu verankern.
  • Wählen Sie einen halbschattigen Standort.
  • Passende Pflanzpartner sind Eisenhut, aber auch Fingerhut. Noch besser eignen sich jedoch niedrige Stauden wie Geranium (Storchschnabel), Bodendecker wie das große Immergrün, aber auch flächig gepflanzte Sommerblumen (Zinnien). Hauptsache mit etwas Abstand, damit der imposante Blütenstand schön freigestellt und nicht bedrängt wird.

Welche Schädlinge oder Krankheiten könnten auftreten?

  • In nassen Sommern und/oder ungünstigen Standorten könnten Grauschimmel oder Zwiebelbodenfäule (Staunässe, fehlende Drainage) auftreten.
  • Die bekannten roten Lilienhähnchen lieben allen Lilien, auch Türkenbundlilien. Gegen diese Schädlinge hilft diese nachhaltige Strategie.

Woher kommt der Name Türkenbund?

Das liegt quasi auf der Hand: Die Blüte der Türkenbundlilie erinnert an einen türkischen Turban. Der botanische Name Lilium maragoni bezieht sich auf eine alte Bezeichnung aus dem 15. Jahrhundert für die damals neu entdeckte, exotische Kopfbedeckung.

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Fiona Amann

Fiona Amann ist Texterin & Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Auf "Mein Blumenbild des Tages" bloggt sie über ihren Blumengarten, gibt Pflege- und Gartentipps und porträtiert besonders schöne Blumen - in Wort und Bild.

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